Digitalisierung

Fit für den Wandel

Sondermaschinenbauer Paus nutzt intensives Key-User-Coaching, um die Einführung der Business-Software ams.erp zum Erfolg zu führen

 

Lesedauer: 5 Minuten

29. März 2019

Fit für den Wandel

Die Hermann Paus Maschinenfabrik entwickelt und produziert Industriegüter für besondere Aufgaben. Immer wieder stößt das Unternehmen in ingenieurtechnische Grenzbereiche vor, die kundenspezifische Lösungen erfordern. So zum Beispiel beim Bau explosionsgeschützter Fahrzeuge für den Kohlebergbau. Der unternehmerische Mut zahlt sich aus: Bereits seit Jahren gehört der 250 Mitarbeiter starke Familienbetrieb zu den führenden Anbietern von mobiler Bergbautechnik weltweit. Zusätzliche Standbeine hat das Unternehmen in den Bereichen Baumaschinen, Lifttechnik und Industriefahrzeuge aufgebaut. Um das immer komplexer werdende Projektgeschäft sicher zu organisieren, hat Paus das Auftragsmanagementsystem ams.erp unternehmensweit eingeführt. Die von der ams.Solution AG entwickelte Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) führt alle kaufmännischen und technischen Informationen zusammen, die im Zuge der Auftragsabwicklung entstehen. Der daraus resultierende Transparenzgewinn hilft Paus, seine Arbeitsabläufe zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit der Kundenprojekte sicherzustellen. Um alle Anwender im Unternehmen entsprechend mitzunehmen, hat Paus die Einführung mit einem intensiven Coaching-Programm begleitet und sich damit fit fürs Projekt gemacht.

Kundenspezifische Auftragsfertigung

Um passgenaue Produkte zu liefern, setzt der 1968 in Emsbüren gegründete Sondermaschinenbauer auf eine hohe Fertigungstiefe: Indem man die Bergbaufahrzeuge komplett inhouse fertigt, erschließt sich das Unternehmen die Flexibilität und das Wissen, um die vom Kunden gewünschten Innovationen marktgerecht bereitzustellen. Im Unterschied dazu kommen andere Produktlinien im Unternehmen – wie etwa der Bereich Lifttechnik oder die Produktion der Baumaschinen – mit einem deutlich geringeren Anteil an Eigenleistung aus. 

Die Konstruktion wiederum findet über alle Produktlinien hinweg ausschließlich im eigenen Unternehmen statt. Dank dieser strategischen Ausrichtung hat Paus ausreichend Beinfreiheit, um sich auch den Herausforderungen des anbrechenden Industrie 4.0-Zeitalters stellen zu können. Aktuell zeigt sich hier der wachsende Bedarf an autonom fahrenden Industriefahrzeugen als stärkster Treiber. „Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Wunsch nach mehr Datendurchgängigkeit in der Konstruktionsabteilung besonders groß war“, erinnert sich Marlies Pöppe. Und gerade in der Produktentwicklung zeige sich dieser Mehrwert in besonderer Weise, so Pöppe weiter. Die Organisationsleiterin, die für den ERP-Einsatz verantwortlich zeichnet, erläutert dies am Beispiel der Stücklistenpflege: „Statt die zu verbauenden Materialien in den Stücklisten zu erfassen, was eine echte Fleißarbeit ist, sollen sich die Kollegen auf das konzentrieren können, wo sie dem Unternehmen den größten Nutzen bringen. Und das sind die Bereiche Konzeption und Spezifikation von innovativen Industrielösungen. Automatisierbare Tätigkeiten wie die Stücklistenpflege sollen sie dann getrost der IT überlassen, die im Hintergrund für sie arbeitet.“

Insellösungen verhindern durchgängigen Datenfluss

Die hierzu erforderlichen Softwarelösungen hatte Paus eigentlich auch schon vor der Einführung von ams.erp im Einsatz. Die gewünschte Systemintegration ließ sich jedoch lange Zeit nicht verwirklichen. Dies lag vor allem am inzwischen abgelösten ERP-System, dessen Lieferant wenige Monate, nachdem Paus die Software erworben hatte, Insolvenz anmelden musste.

Im Zuge einer innerbetrieblichen Reorganisation reifte 2016 die Überlegung, auf eine neue ERP-Lösung zu wechseln, mit der sich die dringend erforderliche Prozessintegration verwirklichen ließ.

Neustart

In der Folge nahm sich Paus mehrere Monate Zeit, um die in Frage kommenden Anbieter zu prüfen. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen MQ result consulting führte Marlies Pöppe ein mehrstufiges Auswahlverfahren durch. Als besonders aufschlussreich erwiesen sich dabei Workshops, in denen die Bewerber mit Aufgaben konfrontiert wurden, die unmittelbar aus dem Arbeitsalltag der Anwender im Unternehmen stammten. Am Schluss blieben zwei ERP-Häuser übrig, die ihr Angebot besonders weitreichend für die Anforderungen von Einzel-, Varianten- und Auftragsfertigern ausgelegt hatten. „Was letztlich den Ausschlag für ams gab, war dann auch eher unser Bauchgefühl“, erläutert Pöppe weiter. Hier habe
ams.Solution auch dadurch gepunktet, dass die Berater des Einführungsteams bereits an den Workshops teilnahmen. Auf diese Weise erhielt Paus einen unmittelbaren Eindruck davon, ob der neue Partner auch tatsächlich dieselbe Sprache spricht. Marlies Pöppe betont: „Dass zusätzlich zur Software auch der menschliche Faktor stimmt, ist extrem wichtig. Bei den ams-Beratern hatten wir diesen Eindruck von der ersten Minute an.“

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Intensives Coaching sichert den Erfolg der Einführung

Der emsländische Maschinenbauer hat das integrierte Auftragsmanagementsystem innerhalb von zehn Monaten unternehmensweit eingeführt. Eine Aufgabe, die weit mehr bedeutet, als eine Software aufzuspielen und mit Daten zu füllen. Für manch einen im Unternehmen bringt dies spürbare Veränderungen seiner bisherigen Arbeitsweise mit sich. Veränderungen, auf die die davon betroffenen Mitarbeiter dann oftmals sehr unterschiedlich reagieren. „Dank des Coachings wissen wir aber sehr gut, wie wir aus diesen Tälern wieder herausfinden und unsere Projektziele verwirklichen.“

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Durchgängiges Informationsmanagement

Die neue Business-Lösung bildet die Geschäftsabläufe des Sondermaschinenbauers inzwischen vollständig ab. Die Prozesskette beginnt im Vertrieb, der sämtliche Angebote in ams.erp kalkuliert. In der Lifttechnik und bei den Baumaschinen setzt Paus den integrierten Angebotskonfigurator ein. Kommt es zu einer Bestellung, wandelt das ERP das Angebot in einen Auftrag. Die nun einsetzende Auftragsabwicklung führt über die Bereiche Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Fertigung, Einkauf und Materialwirtschaft bis zu Montage, Versand und Servicemanagement. Module für Finanzbuchhaltung, Personalwesen, Con-
trolling, Zeitwirtschaft, Betriebsdatenerfassung und Produktdatenmanagement (ams.pdm) runden das integrierte Informationssystem ab.

Erweitertes Projekt- und Unternehmens-Controlling 

Dass nicht zuletzt auch das Unternehmen als Ganzes profitiert, zeigt sich im Projekt- und Unternehmenscontrolling. Stück für Stück erschließt sich der Sondermaschinenbauer neue Analysemöglichkeiten, um die aktuelle Performance seines Geschäfts besser einschätzen zu können. Ein echter Meilenstein auf diesem Weg war die Einführung der vollständig in ams.erp integrierten Controlling-Lösung ams.bi, die seit Mitte 2018 im Einsatz ist. „Mit dieser zusätzlichen Sicht können wir den betriebswirtschaftlichen Erfolg der einzelnen Geschäftsfelder deutlich feingranularer bewerten, als uns das bisher möglich war“, schließt Marlies Pöppe und stellt in Aussicht: „Gerade auch für die Geschäftsführung sind dies extrem wichtige Informationen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und die Chancen unserer Märkte bestmöglich zu nutzen“. 

Kontakt

ams.Solution AG
Ein Unternehmen der ams.group
Rathausstraße 1
D-41564 Kaarst
Te.l.: +49 2131 40669 0
Web: www.ams-erp.com

 

ams.Solution AG

Rathausstraße 1
41564 Kaarst

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