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Was Ihr wollt – ein Drama in drei Akten sehr frei nach Shakespeare

12. Oktober 2020

Was Ihr wollt – ein Drama in drei Akten sehr frei nach Shakespeare

Anbieterpräsentationen sollen helfen, die Leistungen verschiedener Softwareanbieter vergleichbar zu machen. Viele Softwareanbieter machen es sich sehr leicht und präsentieren einfach nur ihr Standardszenario. Das läuft super durch, nimmt dem Kunden jedoch jede Vergleichsmöglichkeit. Das kann durch ein Szenario umgangen werden, in dem diejenigen Abläufe und Daten, die dem potenziellen neuen Kunden besonders wichtig sind, enthalten sind. 

„Das Drama beginnt“

Der Anbieter möge sich bitte auf dieses Szenario vorbereiten und einige Kundendaten einspielen, so lautete die letzte Regieanweisung 14 Tage vor dem Auftritt. Nun beginnt das Spiel, ein Drama in drei Akten. Im ersten Akt tritt ein Anbieter auf, der von einem anderen Anbieter aufgekauft wurde und eine sehr stimmgewaltige Hauptdarstellerin aufbietet.

„Sie trällert, flötet und verführt“

Die Dame ist sehr branchenerfahren und kann zu jeder Funktion, die sie eigentlich zeigen sollte, eine faszinierende Story erzählen. Sie wünscht man sich als Projektleiterin. Insgeheim weiß man jedoch, man wird sie niemals wiedersehen. Immerhin bemüht sich der Anbieter wenigstens, die im vorgesehenen Szenario enthaltenen Punkte anzusprechen, wenngleich seltener auch in der Software zu zeigen. Abgang zur Pause, verhaltener Beifall.

„Das Drama nähert sich dem Höhepunkt“ 

Danach tritt der Platzhirsch auf. Entschlossen wirkende Männer bitten sogleich um E-Mail-Adressen, sonst würde man die Präsentation leider nicht verteilen können. Mit ausladender Geste wird das Szenario in den Mülleimer der Geschichte gefegt, man hätte schließlich genau deshalb sein Standard-Vorführsystem, um sich nicht extra auf jeden Kunden einzeln einstellen zu müssen. Betretenes Schweigen im Publikum. Erster Höhepunkt: eine sehr wichtige Funktion kann nicht gezeigt werden, sie liefert nur eine Fehlermeldung. Die entschlossen wirkenden Männer verweisen achselzuckend darauf, es sei ja nur ein Demosystem und zünden gleich eine weitere Humorkanone: sie zeigen eine Alarmmeldung als Reaktion auf eine Ausnahmebedingung. Diese ist aus dem Jahr 2009. Da weiß jeder gleich, wie aktuell die Software ist!

Dazu Dr. ERPel: Die Auswahl eines Anbieters fällt um so leichter, je mehr Anbieter sich selbst aus dem Rennen nehmen. Glücklicherweise hatte dieses Drama ein Happy End: Am Ende des Tages erschien ein Weißer Ritter, der die Daten im System hatte, das Szenario umfänglich zeigte, den Kunden glücklich machte und bestimmt auch den Auftrag erhält. Shakespeare hätte sich um diesen Stoff gerissen!







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