ERP-Einführung

Der IT-Leiter des Grauens

Lesedauer: 2 Minuten

15. September 2017

Der IT-Leiter des Grauens

Irgendwie sind viele IT-Leiter doch inzwischen zu natürlichen Feinden des Fortschritts geworden. Kaum jemand mag noch diese klobigen, mit billigen Plastik umhüllten Notebooks und die unglaublich langsamen Betriebssysteme – nur diese IT-Leiter verteidigen alles Bestehende mit Zähnen und Klauen – normalerweise jedenfalls.

„Der Mann verbarg Ahnungslosigkeit hinter hektischer Aktivität“

So einem echt grauenvollen IT-Leiter ist Dr. ERPel neulich erst wieder begegnet. Er hockt seit über 15 Jahren in seinem Büro, ist mit der Eigentümerfamilie gut befreundet und hat drei Jahre lang vergeblich, aber auch nicht sehr systematisch nach einem neuen ERP-System gefahndet. Kein Wunder, denn Anforderungen, gar systematisch zusammengestellt, gab es nicht. Bewertet wurde nach Gutsherrenart „keine gute Chemie“ und so sicherte der Mann sich seine Existenz. Irgendwann schwante den Eigentümern doch, das eine Software von vor 1990 nicht der beste Weg sein könne und ließ einen externen Berater kommen.

„Das Prinzip der zwei Zungen“

Der grauenvolle IT-Leiter wandte dann das Prinzip der zwei Zungen an. Wenn der Berater da war, stimmte er allem zu, wenn der Berater weg war erklärte er diesen stets für völlig inkompetent. Trotzdem entschieden sich die Eigentümer, die vom Berater ausgewählte Software einzuführen. Die Kundenumfrage des Anbieters ging, wenige Tage nach Vertragsunterzeichnung, ausgerechnet an den grauenvollen IT-Leiter.

„Diebisch grinste er, mit dämonisch blickenden Augen“

Voller Wonne gab er bei der Frage nach der Nutzung in Betrieb in der Kundenumfrage ein mangelhaft und sparte auch sonst nicht mit (unberechtigter) Kritik. Dumm war, dass das Projekt noch gar nicht angelaufen war. Die Einführung schritt voran, der grauenvolle IT-Leiter behinderte hier und da. Er kümmerte sich um die Performance, indem er Webanwendungen über Terminalserver zur Verfügung stellte, langsame Browser vorschrieb und die Hardware künstlich drosselte. Hier und da verfasste er ein Memorandum mit dem Tenor „Alle Entscheidungen im Projekt sind der IT zur Kontrolle vorzulegen“. Anders als in Horrorfilmen gibt es bei den IT-Leitern des Grauens jedoch leider keinen guten Helden, der aus ihnen kompetente Wertschöpfungsverbesserer macht, denkt Dr. ERPel.

P.S. Wenn allerdings eine Software eingeführt wird, die einen schnellen Wechsel in ein anderes Unternehmen verheißt (weil Fachkräfte mit Kenntnissen in dieser Software stark nachgefragt werden), dann ist der grauenvolle IT-Leiter der Erste, der eine Ablösung fordert und dann ist er auch schnell weg…







Das könnte Sie auch interessieren

Anbieterportal


alle Anbieter
Sharer Icon: facebookSharer Icon: TwitterSharer Icon: LindekInSharer Icon: XingSharer Icon: EnvelopeSharer Icon: Print
Banner

Neu: ERP 3/2022

Die vorliegende Ausgabe von ERP Management befasst sich mit der ERP-Implementation.  Lesen Sie hier, welchen Nutzen erfolgreiche Strategien der digitalen Transformation bringen.

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

JETZT bestellen!

The World of ERP in One Event!

The ERP competition of the year 2022

  • Meet the trendsetters in ERP – the best of the best and the most innovative
  • Intelligent solutions for the future – 11 winning categories
  • An independent jury with top-class digital and industry experts
  • Registration deadline ends June, 2022

Get your ticket now!

Wir verwenden Cookies, um die Nutzererfahrung stetig zu verbessern. Mehr Erfahren.

We use cookies to constantly improve our users’ experience. Learn more.

Essentielle Cookies

Essential Cookies

Cookie Settings
Speichert Einstellungen, die hier getroffen werden. (1 Jahr)

Cookie Settings
Saves selected settings. (1 Year)

Statistik

Statistics

Google Analytics | Google LLC | Datenschutz
Cookie von Google für Website-Analysen. Erzeugt statistische Daten darüber, wie der Besucher die Website nutzt. Alle Informationen werden anonymisiert gespeichert. (2 Jahre)

Google Analytics | Google LLC | Privacy Notice
Cookie used by Google for web site analysis. Collects statistical data on how visitors use the website. This data does not contain personal information. (2 years)