In diesem Beitrag wird ein Konzept vorgestellt, das bekannte Methoden und Werkzeuge des Requirements-Engineerings so kombiniert, dass Fachabteilungen einen aktiveren Teil bei der Fortentwicklung von Systemen übernehmen können. Dies gilt vor allem für die Entwicklung funktionaler Anforderungen. Das grundlegende Problem: mehr Pflege als Neuentwicklung Wertet man Pressemitteilungen als Indikator, so kann man den Eindruck bekommen, dass Start-ups, technische Innovationen und große Projekte mit wegweisenden Weichenstellungen den Alltag beherrschen, begleitet von neuen IT-Systemen und innovativen Cloud-Anwendungen, die man einfach nur herunterladen müsse, um eine neue Stufe der „Digitalisierung“ zu erreichen. Auch in der Informatikausbildung ist die Ausrichtung auf neue Systeme vorherrschend: Das „Requirements Engineering“ (RE), also die Erhebung, die Analyse und das Management von Anforderungen, wird oft anhand von kleinen Projekten in der Neuentwicklung geschult. ...