Zu Beginn eines ERP-Projektes überwiegt die Euphorie. Die Beseitigung der zahlreichen die Produktivität der Mitarbeiter hindernden Regelungen ist greifbar nahe. Umso ärgerlicher, wenn der ERP-Anwender im Verlauf des Projektes feststellt, dass sich seine Erwartungen über das neue ERP-System nicht erfüllen. Um eine angemessene Verteilung der Risiken aus dem ERP-Projekt sicherzustellen, sind typischerweise individuelle Verträge abzuschließen, die von den Standards der Anbieter abweichen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den Regelungsumfang. Verträge über ERP-Projekte sind juristische Abbildungen des Projektgeschehens [1]. Im Vertrag sind sowohl das zukünftige Verhalten beider Vertragsparteien abzustimmen als auch die zutreffende Strukturierung und Abbildung der aktuellen Willensübereinkunft zu regeln. Die von den meisten ERP-Anbietern erstellten Allgemeinen Vertragsbedingungen sind als Grundlage eines Vertrags nur sehr bedingt geeignet. Sie ...