ERP-Anbieter TimeLine ist überzeugt, dass Wahlfreiheit bei der ERP-Bereitstellung zentral bleibt. Während sich der Markt in Richtung „Cloud only“entwickelt, entspricht dies nicht immer den Vorstellungen der Anwender. Aus Sicht von TimeLine sind flexible Modelle gefragt: Cloud nutzen, wo gewünscht –Daten im eigenen Haus halten, wo erforderlich. Diese Haltung findet besonders im Mittelstand große Zustimmung.
Wie haben Sie den Augenblick des Gewinns erlebt?
Das war ein sehr besonderer Moment. Wir wussten, dass wir mit einer starken Lösung ins Rennen gehen, aber am Ende des Tages ist so ein Wettbewerb immer offen. Als dann unser Name aufgerufen wurde, war das pure Freude und Stolz. Besonders schön war, dass wir nicht nur in unserer Kategorie gewonnen haben, sondern zusätzlich den Sonderpreis für Kundenzufriedenheit. Das ist für uns das größte Kompliment, weil es direktes Feedback unserer Kunden ist.

Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie?
Dieser Preis ist eine Bestätigung für viele Jahre konsequente Arbeit. TimeLine hat den Titel „ERP-System des Jahres“ inzwischen zum zehnten Mal gewonnen – verteilt über die letzten 15 Jahre. Das zeigt, dass wir langfristig auf dem richtigen Weg sind. Für uns ist die Auszeichnung aber kein Selbstzweck, sondern Ansporn, weiterzumachen. Gerade im industriellen Mittelstand, für den wir arbeiten, sind Vertrauen, Partnerschaft und Verlässlichkeit entscheidend. Wenn wir in diesen Punkten überzeugen, haben wir unser Ziel erreicht.
Was macht Ihre ERP-Lösung einzigartig?
Wir sind fest im Mittelstand verwurzelt. Das spürt man in jeder Entscheidung. Unsere Lösungen entstehen nicht am Reißbrett, sondern gemeinsam mit unseren Kunden. Wir verstehen uns als Partner, nicht als Konzernanbieter mit Standardprozessen. Unsere Philosophie lautet: maximale Freiheit für den Kunden. Deshalb bieten wir sowohl klassische On-Premise-Lösungen als auch Cloud-Modelle an – und zwar ohne Einschränkungen. Wer bei uns On-Premise bleibt, erhält weiterhin dieselben funktionalen Updates. Zudem können unsere Kunden frei wählen, ob sie kaufen, mieten oder leasen möchten. Uns geht es nicht um Lizenzmodelle, sondern um echten Mehrwert.
Welchen Kundenmehrwert konnten Sie im Wettbewerb am besten zeigen?
Im Fokus stand unsere brandneue Branchenlösung für die Elektronikfertigung. Diese Branche ist extrem anspruchsvoll – mit hoher Variantenvielfalt, komplexen Supply-Chains und technisch hochentwickelten Produkten. Genau hier zeigt sich die Stärke von TimeLine: Wir schaffen es, komplexe Abläufe transparent und beherrschbar zu machen. Das Ergebnis sind effizientere Prozesse, eine bessere Planbarkeit und vor allem ein spürbarer Gewinn an Produktivität. Viele unserer Kunden berichten, dass sie durch TimeLine messbar Zeit und Kosten sparen, ohne an Flexibilität zu verlieren. Das ist für uns der größte Erfolg.

Wird On-Premise Ihr Portfolio noch lange begleiten?
Ganz klar: ja. Wir glauben an die Wahlfreiheit des Kunden. Die aktuelle Marktentwicklung geht stark in Richtung „Cloud only“, aber das ist aus unserer Sicht kein Wunsch des Kunden, sondern eine Vorgabe der Hersteller. Wir sehen uns in der Verantwortung, Alternativen zu bieten. Wer die Vorteile der Cloud nutzen will, bekommt sie bei uns – aber wer seine Daten lieber im eigenen Haus halten möchte, soll das weiterhin können, ohne Abstriche machen zu müssen. Diese Haltung wird von vielen mittelständischen Unternehmen sehr geschätzt.
Wie sieht Ihrer Meinung nach die ERP-Landschaft in fünf Jahren aus?
Ich glaube, dass ERP-Systeme künftig noch stärker integriert und ganzheitlich gedacht werden. Der Trend geht zu All-in-One-Lösungen, die alle Unternehmensbereiche nahtlos abbilden, aber trotzdem individuell anpassbar bleiben. Automatisierung, Datenintegration und KI werden dabei eine zentrale Rolle spielen. KI ist kein kurzfristiger Hype – sie wird bleiben. Die entscheidende Frage ist, wo sie echten Mehrwert schafft. Heute steht oft KI drauf, wo keine drin ist. Wir müssen herausfinden, wie künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag unserer Kunden tatsächlich spürbare und messbare Zeitersparnis bringt. Ich bin überzeugt, dass sich vor allem die Art der Bedienung von ERP-Systemen verändern wird. Wir werden in Zukunft anders mit Software interagieren – intuitiver, dialogbasiert und deutlich intelligenter.
Auf welchen Messen sind Sie vertreten und warum?
Wir haben in den letzten Jahren begonnen, unseren Messeauftritt gezielter auszurichten. Große Messen wie die Hannover Messe bleiben wichtig, aber wir merken, dass spezialisierte Fachmessen oft die besseren Gespräche bringen. Deshalb konzentrieren wir uns zunehmend auf branchenspezifische Veranstaltungen, etwa in der Elektronikfertigung, im Maschinenbau oder in der Gießereiindustrie. Gleichzeitig gewinnt das Ausland für uns an Bedeutung. Viele energieintensive Industrien verlagern sich zunehmend ins Ausland, und unsere internationale Aufstellung hilft uns, dort präsent zu sein. Mit Standorten in den Niederlanden, Frankreich, Polen, Rumänien, Bulgarien und Indien treiben wir die Internationalisierung der TimeLine-Gruppe aktiv voran.
Über TimeLine Business Solutions Group
TimeLine ERP verbindet alle zentralen Unternehmensprozesse in einem durchgängigen System – von Einkauf, Produktion und Qualitätsmanagement bis zu CRM und Finanzbuchhaltung. Die Lösung bietet eine flexible Produktionsplanung, integrierte CAD/PDM-Anbindung, Echtzeit-Datenerfassung und hohe Anpassbarkeit, speziell für die Anforderungen von Fertigung, Maschinenbau und Automotive.
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