Die Einführung und Erneuerung von Unternehmenssoftware im Allgemeinen und von ERP-Systemen im Speziellen waren noch nie triviale Unterfangen, bilden solche Systeme doch oft das digitale Rückgrat von Ablauforganisationen. Bis in die 1990er Jahre galt eine reine Abbildung der Wertschöpfungstätigkeit in Informationssystemen innerhalb des geplanten Budget- und Zeitrahmens bereits als erfolgreiche Projektumsetzung. Mit dem Aufkommen von Business Process Reengineering [1] und organisationaler Transformation getrieben durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) nahmen diese Vorhaben jedoch neue Dimensionen an [2]. Die rasante Entwicklung von IKT eröffnete Organisationen eine zunehmende Anzahl an Möglichkeiten – von der Automation von Prozessaktivitäten bis hin zur kompletten Veränderung der Wertschöpfungstätigkeit. Auf diese Weise rückten IKT zunehmend ins Spannungsfeld von organisationalen Veränderungen, in dem einerseits der tägliche Betrieb sichergestellt und ...