In vielen mittelständischen Fertigungsunternehmen entstehen Medienbrüche genau dort, wo Fachanwendungen und ERP-Systeme aufeinandertreffen. Kalkulationen sind abgeschlossen, Stücklisten erstellt und technische Zeichnungen vorhanden – dennoch müssen Stammdaten anschließend manuell im ERP gepflegt werden. Diese wiederkehrenden Arbeitsschritte binden qualifizierte Mitarbeitende, erhöhen die Fehleranfälligkeit und bremsen Prozesse aus.
Genau hier setzt 42grad an. Statt bestehende ERP-Landschaften zu ersetzen oder Unternehmen mit umfangreichen Transformationsprojekten zu belasten, automatisiert das Unternehmen klar abgegrenzte Prozessschritte innerhalb der vorhandenen Systemlandschaft. Ziel ist es, bestehende Systeme sinnvoll zu ergänzen, manuelle Routinen zu reduzieren und Unternehmen schneller, effizienter und unabhängiger zu machen.
Wie dieser Ansatz in der Praxis funktioniert, zeigt das Beispiel der DarKo Darming GmbH aus Rietberg.
Ein alltäglicher Prozess mit großem Optimierungspotenzial
Bei DarKo Darming werden täglich rund 50 Kundenaufträge bearbeitet. Daraus entstehen etwa 120 Bauteile, die bestellt oder gefertigt werden müssen. Nach jeder Kalkulation mussten Artikelnummern, Revisionsstände, Stücklisten und Dateiverknüpfungen manuell im ERP-System MKG angelegt oder aktualisiert werden.
Der Aufwand summierte sich auf zwei bis drei Stunden pro Tag – Zeit, die in Vertrieb, Konstruktion und Arbeitsvorbereitung an anderer Stelle fehlte. Gleichzeitig stieg mit jeder manuellen Übertragung das Risiko von Übertragungsfehlern.
Projektleiter Werner Darming beschreibt den Handlungsdruck so: „Wenn wir unsere Abläufe nicht optimieren, tut es jemand anders. Wir garantieren so eine hohe Qualität bei schneller Lieferung und geringerer Fehlerquote.“
Bestehende ERP-Systeme intelligent erweitern
Für DarKo Darming war von Beginn an klar, dass weder das ERP-System ersetzt noch bestehende Prozesse grundlegend verändert werden können. Gesucht wurde eine Lösung, die sich in die vorhandene IT-Landschaft integriert und einen konkreten Engpass beseitigt.
42grad integrierte dafür 42°OS nahtlos in den bestehenden Workflow und band die Plattform direkt an das ERP-System MKG an. Nach Abschluss einer Kalkulation erkennt 42°OS neue Dateien automatisch, extrahiert die relevanten Artikeldaten und legt Stammdaten an oder aktualisiert bestehende. Nur wenn Entscheidungen erforderlich sind, wird ein Mitarbeitender eingebunden.
Die bestehende ERP-Landschaft blieb dabei vollständig erhalten.
Datensouveränität als Architekturentscheidung
Viele Automatisierungslösungen basieren auf externen Cloud-Diensten. Das kann sinnvoll sein, bedeutet jedoch häufig zusätzliche Abhängigkeiten bei Datenhaltung, Verfügbarkeit oder laufenden Nutzungskosten.
Im Projekt mit DarKo Darming wurde bewusst ein anderer Weg gewählt. 42°OS läuft vollständig auf der Infrastruktur des Unternehmens. Unternehmensdaten verbleiben innerhalb der eigenen IT, das ERP-System bleibt unverändert und auch die KI arbeitet lokal – ohne externe KI-Dienste oder zusätzliche API-Kosten.
Unternehmen gewinnen dadurch nicht nur Effizienz, sondern behalten gleichzeitig die Kontrolle über ihre Daten, Systeme und Prozesse. Gerade für mittelständische Unternehmen wird diese technologische Souveränität zunehmend zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil.
Mehr als eine automatisierte Aufgabe
Heute spart DarKo Darming täglich zwei bis drei Arbeitsstunden bei der Stammdatenpflege. Gleichzeitig haben sich Datenqualität und Prozesssicherheit verbessert.
Geschäftsführer Christian Darming bringt den Nutzen auf den Punkt: „Die Automatisierung spart uns viel Vorbereitungszeit.“ Der eigentliche Mehrwert zeigte sich jedoch während des Projekts: „Wir dachten, wir automatisieren eine Aufgabe. Am Ende haben wir unseren gesamten Kalkulationsprozess neu strukturiert.“
Das Beispiel zeigt einen Effekt, der sich in vielen Automatisierungsprojekten beobachten lässt: Sobald wiederkehrende Routinen entfallen, werden Optimierungspotenziale in angrenzenden Prozessen sichtbar. Automatisierung verbessert deshalb nicht nur einzelne Arbeitsschritte, sondern schafft häufig die Grundlage für eine nachhaltige Weiterentwicklung bestehender Abläufe.
Pragmatische Automatisierung statt Großprojekt
Das Beispiel DarKo Darming zeigt, dass erfolgreiche Automatisierung nicht mit einem neuen ERP-System oder einer umfassenden Transformation beginnen muss. Oft reicht ein klar abgegrenzter Prozess, um Zeit zu gewinnen, die Datenqualität zu erhöhen und die Grundlage für weitere Digitalisierungsschritte zu schaffen.
Genau auf diesen pragmatischen Ansatz hat sich 42grad spezialisiert: Bestehende ERP-Systeme werden nicht ersetzt, sondern so erweitert, dass sie mehr Arbeit übernehmen – sicher, effizient und vollständig innerhalb der eigenen Infrastruktur.
Unternehmen, die ähnliches Potenzial in den eigenen Prozessen vermuten, finden weitere Informationen unter https://www.42grad.com
