ERP-Auswahl

Pfannenberg setzt auf KUMAVISION factory mit Dynamics NAV

Branchensoftware als Wachstumsmotor
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© Pixabay / Tumisu
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Die international aufgestellte Pfannenberg Gruppe ist bekannt für innovative und hochwertige Klimatisierungs- und Signalgeräte für die Industrie. Kundenspezifische Lösungen im Bereich Produktentwicklung und Produktvalidation runden das Portfolio ab. Seit 1995 begleiten die ERP-Lösung KUMAVISION factory und die KUMAVISION AG als System-Partner das stetige Wachstum und die Expansion von Pfannenberg. Die Produkte aus dem Hause Pfannenberg GmbH sind überall dort zu finden, wo es um die Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt geht. Seit 1954 gehört das Unternehmen zu den führenden Herstellern für optische und akustische Signalgeber, die in Industrie und Gebäudetechnik zum Einsatz kommen. Mit seinen innovativen Lösungen trägt Pfannenberg in vielen Autobahn-Tunneln zur Sicherheit bei und setzt mit Blitzleuchten u. a. den Eiffelturm in Paris oder auch das Rathaus in Hamburg eindrucksvoll in Szene. Die Entwicklung von Systemlösungen für die Schaltschrank-Klimatisierung sowie spezielle kundenspezifische Lösungen sind ein weiterer Schwerpunkt des mittelständischen Unternehmens mit Hauptsitz in Hamburg. Über 400 Mitarbeiter weltweit entwickeln, produzieren und vertreiben die Produkte.

Hohe Maßstäbe
Maßgeblich für den Erfolg von Pfannenberg ist die stetige Weiterentwicklung des Produktportfolios verbunden mit einem hohen Qualitätsstandard. Diese Eigenschaften fordert das Unternehmen auch von seinem ERP-System. Pfannenberg setzt bereits seit 1995 auf KUMAVISION und die Branchenlösung KUMAVSION factory auf Basis von Microsoft Dynamics NAV.

Langjährige Partnerschaft
„Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit KUMAVISION gemacht. Natürlich gab es hier und da mal Unstimmigkeiten, für die aber immer schnell eine Lösung gefunden wurde. Daher war es für uns keine Frage, die Umstellung auf die neue Version der Branchenlösung KUMAVISION factory sowie die Einführung eines Baseline-Systems wieder gemeinsam mit KUMAVISION durchzuführen“, so Sven Burmeister, Controller und Projektmanager für NAV-Projekte bei Pfannenberg.

Positive Effekte
Pfannenberg setzt KUMAVISION factory in fast allen Unternehmensbereichen ein. Die Einführung der Branchensoftware hat vor allem die Prozesse im Logistikbereich wesentlich beschleunigt. So wurde u. a. die Scannerunterstützung weiterentwickelt. Diese erleichtert den Mitarbeitern die Verwaltung und Kommissionierung von Lagerartikeln. Die ERP-Lösung unterstützt ein intelligentes Lagersystem, das die optimale Auslastung des Lagers gewährleistet. Dies spart Zeit und vor allem Kosten. Gleiches gilt für die Kommissionierung von Fertigungsaufträgen, die jetzt über einen Leitstand gesteuert werden. Der Logistikleitstand ist eine Neuerung, die im Zuge des Updates eingeführt wurde. „Vorher hatten wir keine integrierte Lagerhaltung, sondern es war eine externe Lösung angebunden. Die ganze Ein- und Auslagerung ist mit KUMAVISION factory wesentlich effizienter geworden und unser Lagerbestand ist stets aktuell“, berichtet Burmeister aus der Praxis. Ein weiterer Vorteil: In der Logistik kommt das Verbrauchsfolgeverfahren First In – First Out (FIFO) zum Einsatz. Dazu wird bei der Zugangsbuchung eines Artikels automatisch das Einlagerungsdatum im ERP-System hinterlegt. Bei einer Kommissionierung bevorzugt das System dann den Artikel, der zuerst eingelagert wurde und als erstes wieder das Lager verlassen soll. Neben der Vermeidung von Überalterung erleichtert das FIFO-Prinzip die korrekte Bewertung des Lagerbestands.

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Exakt kalkuliert
Am Ende des Konstruktionsprozesses muss ein Anlagenhersteller wissen, welche Kosten entstanden sind, um einen Verkaufspreis exakt kalkulieren zu können. Bei Pfannenberg wird jeder Artikel – inklusive der kleinsten Schraube – in die Kalkulation miteinbezogen. So können im ERP-System vom reinen Materialpreis über die Geschäftsprozesskosten bis hin zum Zielverkaufspreis alle Werte abgebildet bzw. kalkuliert werden. „Die Entwicklung dieser erweiterten Kalkulation haben wir ein Stück weit mit geprägt. Es freut uns, dass dieses leistungsfähige Werkzeug nun im Standard der Branchenlösung enthalten ist“, erklärt Burmeister.

Stetige Qualitätsoptimierung
Nicht mehr missen möchte Pfannenberg die Funktion „Änderungsdienst für Stücklisten“. Damit lassen sich alle Stücklisten nach bestimmten Kriterien durchgängig ändern. Eine wesentliche Erleichterung, da nicht nur massiv Zeit gespart wird, sondern auch Übertragungsfehler bei manuellen Anpassungen vermieden werden. Speziell für Pfannenberg realisierte KUMAVISION ein Meldesystem zur Qualitätsoptimierung. Bereichsübergreifend werden Problemmeldungen und Change Requests gesammelt, den entsprechenden Mitarbeitern zugeordnet und Behebungsmaßnahmen erörtert. Es können verschiedene Auswertungen, wie z. B. Fehlermeldungen pro Kunde oder pro Produktsegmentgefahren werden. Aber auch die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Pfannenberg und KUMAVISION stimmt: „Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der KUMAVISION und uns läuft einfach gut. Gegenüber seinem Partner muss man auch ein gewisses Vertrauen aufbringen – hier hat uns KUMAVISION noch nie enttäuscht“, resümiert Burmeister.

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Intelligente Maillösung
Weitere Effizienzgewinne ermöglicht eine Erweiterung zum zeitgesteuerten Versand von E-Mails. So wird nachts ein Verarbeitungslauf gestartet, der automatisch Auftragsbestätigungen generiert und per E-Mail an die Kunden versendet. Anhand einer Überwachungsliste erfolgt am nächsten Morgen eine Prüfung, sodass fehlerhafte Datensätze – wie nicht mehr gültige E-Mail-Adressen – unkompliziert nachbearbeitet werden können.

Baseline-System
2013 entschied sich Pfannenberg, durch ein Baseline-System alle Landesgesellschaften auf eine einheitliche ERP-Plattform mit vergleichbaren Strukturen zu bringen, um durch identische Prozesse und Datenhaltungsprinzipien in vielen Bereichen Aufwände und Ressourcen zu reduzieren. Im ersten Schritt rief Pfannenberg ein globales Key-User-Projekt mit Mitarbeitern aus den verschiedenen Niederlassungen ins Leben. Das Projektteam bestimmte die zu implementierenden Prozesse sowie deren Ausgestaltung und legte damit den Leistungsumfang der Baseline fest. Nach der Einführung der Baseline sind heute für jeden Bereich ein Key-User und ein Stellvertreter für die einzelnen Prozesse verantwortlich, die auch die Mitarbeiter schulen. „Die Intercompany-Abwicklung vereinfacht den Austausch von Daten oder Waren. Sie spart nicht nur Kosten und Zeit, sondern erleichtert auch die Administration. Zusätzlich profitieren wir von Synergieeffekten, was bei uns schon nach kurzer Zeit spürbar ist“, berichtet Sven Burmeister, „Vor allem ist es aber auch wichtig, dass man bei einem Projekt solcher Größenordnung einen Partner hat, der bereits global tätig ist und so ein komplexes Projekt umsetzen kann. Mit KUMAVISION sind wir uns sicher, in guten Händen zu sein.“
KUMAVISION AG

Oberfischbach 3

88677 Markdorf

Tel.: +49 7544 966-300

Fax: +49 7544 966-101

E-Mail: factory@kumavision.com

Web: www.kumavision.com/factory

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