Agentic KI erweckt großes Interesse. Denn schließlich ist sie in der Lage, autonom zu handeln und komplexe, mehrstufige Prozesse in einen nahtlosen Workflow zu verwandeln. Wie? Indem sie Daten aus verschiedenen Quellen zusammenbringt. Insbesondere für ERP ist Agentic KI vielversprechend, weil sie orchestrieren und automatisieren kann, um Prozesse schneller abzuschließen, Routine-Aufgaben zu erledigen und fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.
Das Ausmaß von KI und verbundenen Technologien lässt sich folgendermaßen beziffern: Unit4 geht davon aus, dass sage und schreibe die Hälfte aller ERP-Aufgaben automatisiert werden können, was der digitalen Plagerei ein Ende bereiten wird. Die Folge sind effizientere Prozesse und eine höhere Genauigkeit. Der Traum von CIOs wird somit zur Realität. Der entscheidende Punkt, um diesen Wandel herbeizuführen, liegt an der Schnittstelle zwischen dem ERP-System, KI und den Collaboration-Tools.
Mit der neuen Advanced-Virtual-Agent-Technologie „Ava“ hat Unit4 einen Weg gefunden, um das Potenzial vom ERP-System und Microsoft Teams zusammenzuführen. Weitere Collaboration-Tools werden folgen. Unser Ziel besteht darin, Technologie zu entwickeln, die unterstützen, beraten und autonom handeln kann, je nach Kontext und Benutzeranforderung. Mit anderen Worten: Wir werden die menschliche Kreativität durch bewährte Methoden zur Aufgabenausführung auf ein neues Level heben und KI dafür nutzen, eine vollkommen neue Umgebung für zentrale Prozesse zu schaffen. Letztlich werden wir uns mit einer der häufigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit der täglichen Nutzung des ERP-Systems befassen: mit dem Zugriff auf zentrale Daten und der effizienten Nutzung.
Sehen wir uns einige Beispiele an, wie Ava den Arbeitsalltag erleichtern kann:
Finanzprozesse, wie das Einreichen einer Spesenabrechnung, können heute nahezu vollständig automatisiert werden. Das Finanzteam kann sich darauf verlassen, dass KI Abweichungen, wie fehlerhafte Berechnungen oder falsche Währungen, erkennt, und somit bei der Ursachensuche Zeit und Geld sparen.
HR-Maßnahmen, wie die Erkennung von Kompetenzlücken oder optimaler Onboarding-Methoden für neue Teammitglieder lassen sich schnell ermitteln. Führungskräfte im Bereich HCM können bestimmte Maßnahmen basierend auf etablierten Best Practices ergreifen, um großartige Ergebnisse zu erzielen, ohne Nachfragen stellen zu müssen.
Auch beim Projektmanagement lassen sich Aufgaben erleichtern, wie zum Beispiel das Zusammenstellen der perfekten Teams oder die Mitteilung von Updates. Führungskräfte können ERP, KI und ein Collaboration-System, wie Teams, nutzen, um Arbeitsgruppen zusammenzustellen, Konzepte zu entwickeln, potenzielle Schwachstellen zu ermitteln und Fortschritt mitzuteilen. Und zwar unabhängig der Sprache, dank der automatischen Übersetzung.
Entlastung von Teams mit Agentic KI
Wenn Teammitglieder endlich keine Routineaufgaben mehr übernehmen müssen, dann können sie ihr Potenzial voll entfalten. Sie können Mehrwert schaffen, Innovationen vorantreiben und proaktiv sein, statt nur zu reagieren. Anhand von prüfbaren Belegen lassen sich schnellere und fundiertere Entscheidungen treffen. KI bietet auch andere Vorteile, von personalisierten digitalen Erlebnissen bis hin zur Anwendung von Analysen zur Trenderfassung. Dies geht mit unserer Mission einher, ein menschenorientiertes ERP basierend auf individuellen Präferenzen zu schaffen. KI ergänzt andere Forschungs- und Entwicklungsaufgaben, um Prozesse zu automatisieren.
Wir sind daher der Meinung, dass sich Aufgaben um bis zu 30 Prozent schneller erledigen, menschliche Fehler um 50 Prozent reduzieren und Probleme 60 Prozent schneller lösen lassen. Wir erwarten außerdem, dass die Effizienz bei der Rechnungsbearbeitung für mehrere Kunden durch KI um bis zu 90 Prozent gesteigert werden und die zum Herausfinden von Ursachen von Rechnungsverzögerungen benötigte Zeit halbiert werden kann. Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass Rechnungsfehler 60 Prozent schneller korrigiert werden können. Wir erwarten einen Quantensprung und enorme Produktivitätssteigerungen.
Während viele von der Sorge beeinflusst werden, dass KI uns die Arbeit wegnehmen wird, konzentrieren wir uns darauf, KI als Tool anzusehen, das uns die Arbeit erleichtern wird. KI hat revolutionäres Potenzial, aber wir müssen sie pragmatisch nutzen, um Prozesse effizienter zu gestalten. Denn nur dann können die Menschen, die sie nutzen, wirklich ihr volles Potenzial entfalten. Obwohl KI zur Automatisierung vieler Prozesse eingesetzt werden kann, wird menschliche Kontrolle weiterhin erforderlich sein. Und natürlich müssen wir uns vor möglichen Verletzungen der Datensicherheit und des Datenschutzes in Acht nehmen, die eine Folge der rücksichtslosen KI-Automatisierung sein können.
Es wird nach wie vor darauf ankommen, sich von den tatsächlichen Geschäftsanforderungen leiten zu lassen. Wir dürfen uns nicht vom Reiz des Neuen blenden lassen.
Alejandra Diaz, Head of IT für Telefonica Innovacion Digital, sagte: „Wir müssen stets eine strategische Vision davon haben, wie Daten und KI das Geschäft verändern können. Der Fokus muss dabei immer auf die Ergebnisse gerichtet sein, damit sich technische Konzepte in kommerzielle Vorteile und Kundenerlebnisse umsetzen lassen.“
Natürlich ist es nicht leicht, sich nicht von der Euphoriewelle mitreißen zu lassen. Manche werden viele KI-Neuerungen erst gar nicht bemerken, andere jedoch schon. KI-gestützte digitale Agents werden uns als Teammitglieder unterstützen und uns dabei helfen, zu lernen, Entscheidungen zu treffen und Aufgaben an unsere Robo-Freunde zu delegieren. Durch die Kombination von ERP und Collaboration-Tools können globale Teams besser zusammenarbeiten, Wissen austauschen und im Einklang arbeiten.
Claus Jepsen, Chief Technology Officer, Unit4

Claus Jepsen ist ein Technologieexperte, der sich schon seit jungen Jahren für die Mikrocomputer-Revolution leidenschaftlich interessiert, als er mit 14 Jahren ein Tandy TRS Modell 1 erhielt. Seitdem hat Claus Jepsen die letzten Jahrzehnte damit verbracht, Softwarelösungen zu entwickeln und zu entwerfen. Bei Unit4 entwickelt Claus Jepsen cloudbasierte, extrem skalierbare Lösungen und bringt innovative Technologien wie KI, Chatbots und Predictive Analytics in der ERP-Lösung ein. Claus Jepsen ist fest davon überzeugt, dass wir durch den Zugriff auf riesige Datenmengen bessere, nicht invasive und allgegenwärtige Lösungen entwickeln können, um unsere Erfahrungen zu verbessern, uns von lästigen Aufgaben zu befreien und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.
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