Digitalisierung, Human Resources (HR)

IT-Trends 2021: 2021 wird das Jahr des Kunden

Lesedauer:  3 Minuten
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Oliver Henrich, Vice President Product Engineering Central Europe bei Sage, erläutert, was Kunden in 2021 von B2B-Software-Herstellern erwarten können.

 Sage hat fünf Trends identifiziert, mit denen sich Entscheider und Entwickler vermehrt beschäftigen sollten, um Effizienz und Wettbewerbsstärke voranzutreiben:

  • Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in Cloud-Software
  • HR Analytics
  • Individualisierung von Cloud-Software
  • Mehr Services statt Produkte
  • B2B-Software mit Nutzerfreundlichkeit auf B2C-Niveau

Integration von KI in Cloud-Software

Corona hat vielen Unternehmen vor Augen geführt, wie volatil auch scheinbar stabile Märkte sein können, wie schnell sich Kundenanforderungen ändern und wie schwer es ist, agil auf diese Veränderungen zu reagieren. Durch die verstärkte Integration von KI-basierten Technologien wird sich die Reaktions- und Handlungsfähigkeit von Betrieben verbessern, da sie damit über spürbar zuverlässigere Datenanalyse- und Prognose-Tools verfügen. Die Vorhersagbarkeit künftiger Marktentwicklungen wird dadurch leichter. KI-gestützte Software analysiert etwa Verkaufsdaten aus der Vergangenheit und errechnet unter Berücksichtigung bestimmter Parameter der gegenwärtigen Geschäftsentwicklung, welche Absatzmengen am wahrscheinlichsten sind. Hieraus lassen sich abermals Rückschlüsse auf anstehende Produktionsmengen und hierfür benötigte Ressourcen ziehen.  

HR Analytics

Auch im Jahr 2021 müssen Unternehmen nach der durch Covid-19 stark forcierten digitalen Transformation in Richtung Home Office auch weiterhin bei HR Fragen agil sein und auf sich verändernde Marktanforderungen schnell reagieren –z.B. bei der Modernisierung des Portfolios in Richtung digitaler Services. Hierzu sind detaillierte Kenntnisse, ob ein Betrieb hierfür auch über das entsprechende Know-how verfügt, essentiell. Es empfiehlt sich von daher, diese Frage datenbasiert zu beantworten. Verantwortliche brauchen dafür einen genauen Überblick über High- und Low-Performer, High-Potentials und Kompetenzlücken im Unternehmen, um so entscheiden zu können, wo Weiterbildungs- oder Recruiting-Bedarf ist. 

Individualisierung von Cloud-Software

Anwender erwarten von Software-Lösungen in zunehmendem Maße, dass sie passgenau auf deren Anforderungen ausgerichtet sind. Zugleich geht der Trend bei Cloud-Systemen aber immer mehr in Richtung Standardisierung. „Vor diesem Hintergrund werden Hersteller mehr und mehr auf flexible Technologien setzen, mit denen auch Cloud-basierte Lösungen konfigurierbar werden, beispielsweise indem sie die Anwendungsoberfläche durch Meta-Daten definieren, statt sie über einen starren Quellcode unveränderbar zu programmieren. 

Mehr Services statt Produkte

Es wird sich ein Trend fortsetzen, der sich bereits in 2020 abgezeichnet hat: Große, monolithische Lösungen werden zunehmend von kleineren Services abgelöst. Anwender möchten verstärkt nur noch die Funktionen einer Software implementiert haben, die sie auch tatsächlich nutzen und brauchen und auch nur dafür bezahlen. Die Nachfrage nach breit angelegten Architekturen, von denen am Ende nur ein Bruchteil genutzt wird, sinkt. Eine wichtige Anforderung an Micro-Services ist zudem, dass sie gut miteinander vernetzt sind. 

B2B-Software mit Nutzerfreundlichkeit auf B2C-Niveau

Hersteller von Software sind 2021 zunehmend gefordert, Informationen auf eine Art und Weise bereitzustellen, die es auch unerfahrenen Benutzern ermöglicht, sich leicht in einem System zurechtzufinden. Der Trend geht zu intuitiv nutzbaren Systemen. Hierbei helfen auch sogenannte In-App User Guides, die interaktiv und intuitiv aus dem konkreten Anwendungsfall heraus dem Nutzer bei der Anwendung der Software helfen. Gleichzeitig geht es in diesem Zusammenhang auch darum, Informationen bereits fertig aufbereitet zur Verfügung zu stellen, damit diese nicht erst durch die Initialisierung entsprechender Transaktions- oder Analyse-Protokolle aus dem System abrufen werden müssen. Hierbei bieten Chatbots wichtige Unterstützung, da Anwender so Informationen gleichsam „auf Zuruf“ aus dem System heraus erhalten. Diese neue Form der User Experience (UX) im B2B-Umfeld, die sich stark an einer B2C-UX orientiert, führt nicht nur zu mehr Bindung des Anwenders an das Produkt, das er nutzt, sondern letzten Endes auch zu mehr Kundentreue zum Hersteller.

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