
Was bedeutet die Auszeichnung „ERP-System des Jahres“ für Sie?
Es ist toll, dass die Energie und die Leidenschaft, die unser Team in das Produkt steckt, ausgezeichnet werden. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und es ist eine Anerkennung für alle, die über die Jahre daran mitgewirkt haben.
Was unterschied Ihre Lösung von den anderen Finalisten?
Unser Produkt hat einen klaren Branchen-Fokus auf die Bekleidungs- und Lifestyle-Branche – und ist dazu eine echte Standard-Lösung.
Welchen Kundenmehrwert konnten Sie im Wettbewerb am besten zeigen?
Die Durchgängigkeit und Transparenz über das gesamte Unternehmen hinweg. Die verschiedenen Geschäftsmodelle, die ein Modeunternehmen heutzutage beherrschen muss, sind eine Herausforderung. Ihre Orchestrierung in einer Lösung erlaubt unseren Kunden, diese mit maximaler Effizienz zu bewältigen.
Wie tragen Cloud-Technologien zur Lösungs strategie bei?
Speziell in unserem Zielmarkt gibt es häufiger Unternehmen mit wenigen bis keinen IT-Ressourcen. Durch die Cloud können wir unseren Kunden einen günstigen und sicheren ERP-Betrieb anbieten – mit ständigen Updates.

BI-Lösungen. © enventa Group
Wie sieht Ihrer Meinung nach die ERP-Landschaft in 5 Jahren aus?
KI und Automatisierung werden nicht nur das Geschäft unserer Kunden verändern, sondern auch das der Software-Hersteller. Software wird in 5 Jahren anders bedient werden als heute. Die Entwicklung wird schneller sein, was die Möglichkeiten der Integration und Anpassung verändert. Wir als ERP-Anbieter werden unsere Prozessberatung ausbauen.
Welche Trends unterschätzen klassische ERP-Anbieter aktuell?
Ich denke, der Trend in Richtung Software-as-a-Service wird unterschätzt. Im Bestandskundenumfeld wird noch viel On-Premise gelebt. Wir sehen aber, dass im Neukundenumfeld SaaS quasi Standard wird. Und SaaS braucht nicht nur ein Hosting, sondern auch andere Technologien und Prozesse für uns als Software-Unternehmen.
Glauben Sie, dass ERP-Systeme in Zukunft komplett individualisiert sein werden?
Ich glaube, dass es immer wichtiger wird, mit einem ERP System sehr schnell Mehrwert zu generieren. Auch wenn individuelle Entwicklung mit KI schneller erledigt wird, so bleibt der Aufwand für Anforderungsanalyse und Updates. Der Fokus muss auf den Individualisierungen liegen, die ein Unternehmen wirklich einzigartig machen.

Was war die schnellste Implementierung Ihres Systems und warum hat sie so schnell funktioniert?
Wir haben einen Kunden mit Produktion, Materialwirtschaft und B2B-Shop innerhalb von drei Monaten live geschaltet. Das Zusammenspiel zwischen Beratern auf beiden Seiten war optimal, auf Kundenseite waren die Prozesse klar. Und die Daten konnten aufgrund guter Qualität leicht übernommen werden.
Was sind die drei häufigsten Barrieren, die eine schnelle erfolgreiche Implementierung verhindern?
Zu wenig Entscheidungskompetenz im Projekt-Team – schnelle Entscheidungen sind maßgeblich für den Projektfortschritt.
Der Wunsch, mit dem Go-Live die 110 %-Lösung zu erreichen – pragmatische und schnelle Lösungen helfen mehr als die beste, die Monate später kommt.
Ein Projekt ist People Business – wenn es im Team und in der Abstimmung aller Beteiligten nicht rund läuft, hilft auch die beste Software nichts. Ein gutes Projektmanagement ist elementar.
Auf welches Ziel arbeiten Sie aktuell als Nächstes hin?
Auf unserer Anwenderkonferenz, den enventa experience days, haben wir am 13. November unseren enventa Business Hub vorgestellt – eine einheitliche Plattform, die unsere enventa Produkte vereint und KI sowie neue Funktionen liefert. Ebenso erscheint Anfang 2026 ein neues Release unseres Fashion ERPs mit optimierter technologischer Basis sowie einer angepassten User Experience.
Über enventa Group
Die mehr als 360 Mitarbeiter der enventa Group optimieren mit branchenspezifischen ERP-Anwendungen und weiteren intelligenten Softwarelösungen Geschäfts- und Finanzprozesse der rund 4.500 Kunden. Die Unternehmen der Gruppe bieten ERP-Branchenlösungen für die Fashion Branche, den Technischen Handel, SHK- und Stahlhandel sowie für die bauzuliefernde Industrie und die Fertighaus- und Holzbaubranche. Lösungen für Finance, Treasury Management und BI ergänzen das Portfolio.
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