Autor: Norbert Gronau

Vorgehen im Geschäftsprozessmanagement

Vorgehen im Geschäftsprozessmanagement

Geschäftsprozessmanagement in Wirtschaft und Verwaltung: Folge 2
Wer eine Methode vorschlägt, soll nach Meinung des Autors auch angeben, wie diese Methode genutzt werden soll. Daher ist es unverständlich, dass in vielen auch handbuchartigen Werken über Geschäftsprozessmanagement (GPM) keine Vorgehensweise für das Geschäftsprozessmanagement als ganzes angegeben wird. Auch die Propagandisten des Business Process Reengineering, Michael Hammer und James Champy, geben nur sehr dürre Hinweise auf das Vorgehen. Zahlreiche Quellen konzentrieren sich auf die Modellierung, die aber nur einen Teil des Geschäftsprozessmanagements umfasst oder machen gleich gar keine Aussagen zum Vorgehen. Daher werden in diesem Beitrag mehrere Vorgehensmodelle für das Geschäftsprozessmanagement ausführlicher beschrieben und daraus dann eine aggregierte Empfehlung erstellt. Abschließend wird das RAIL-Modell des GPM dargestellt. Vorgehensmodellen kommt die Aufgabe zu, die Wirklichkeit mit ihren für den Sachverhalt wesentlichen Größen, Abhängigkeiten und ...
Hilfe, mein Käufer will, dass wir auf SAP umstellen

Hilfe, mein Käufer will, dass wir auf SAP umstellen

Folge 30
Übernommene Unternehmen stehen oft vor der Situation, dass die Holding gern das ERP-System auf SAP umstellen möchte. Diese Folge beleuchtet Vor- und Nachteile dieses Vorschlags. Beginnen möchte ich mit den Pro-Argumenten. Möglicherweise verfügt die Holding bereits über ein funktionierendes S/4HANA-System mit eingerichteten Berichtsstrukturen für die anderen Unternehmen der Gruppe. Meist ist der Wunsch nach Einheitlichkeit im Controlling und der Finanzberichterstattung der wesentliche Treiber für diese Anforderung. Andere Gründe liegen in dem Wunsch nach einheitlicher Behandlung von Kunden, Informationen oder Produkten über die gesamte Gruppe hinweg. Wenn dann in der Holding bzw. in der Gruppe noch ein für den konkreten Fall anwendbares Template für das Geschäftsmodell des übernommenen Unternehmens existiert, dann spricht das sehr für eine Abbildung auch des übernommenen Unternehmens in der gruppenweiten SAP-Lösung. Konkret bedeutet das nämlich, dass Stammdaten ...
Kaffee sollte man nicht ignorieren

Kaffee sollte man nicht ignorieren

Dr. ERPel und der Kaffeekater der Geschäftsführung
Dr. ERPel war in den letzten zehn Jahren nicht einmal zum Kaffeetrinken bei Tchibo. Die Atmosphäre ist wie auf einer Autobahn-Raststätte. Trotzdem macht Kaffee noch die Hälfte des Umsatzes aus! Neulich las Dr. ERPel, Tchibo gehe es schlecht. Die Bestände seien zu hoch und notwendige Preiserhöhungen seien nicht durchsetzbar. Das sind doch nur Symptome, aber keine Ursachen. Dr. ERPel zweifelt daran, dass Tchibo wirklich aktuelle Software einsetzt. Ob sie Supply Chain Management-Tools nutzen? Da gibt es Frühwarnmechanismen. Wie gut ist die Steuerung der Logistik? Gibt es Category Management als Organisationsansatz? Bonus für zu volle Lager? Dr. ERPel kann sich gut vorstellen, dass der Tchibo-Einkauf für niedrigste Einkaufspreise einen Bonus bekommt, während gleichzeitig die Läger voll sind mit unverkaufbarem Plunder. Und dann auch noch Mitarbeiter entlassen Jetzt will Tchibo Kosten sparen und Mitarbeiter entlassen. Dr. ERPel findet das Quatsch. Wieso sollten ...
Greenfield S/4HANA Einführung nach Plan – wie war das möglich?

Greenfield S/4HANA Einführung nach Plan – wie war das möglich?

Wie man den Zeitplan zu 99 % einhalten kann
In diesem Interview sprechen die Abteilungsleiterin des Competence- und Service Centers Accounting/Controlling, Frau Veronika Mayer, und der Geschäftsführer der SPAR ICS, der IT Unit der SPAR Österreich Gruppe, Herr Andreas Kranabitl, mit ERP Management über ihren Weg der Umstrukturierung auf ein Greenfield-Projekt, bei dem auf moderne Architektur statt bewährter Systeme gesetzt wird.
Im Dialog: Norbert Gronau und Wolfgang Kobek

Im Dialog: Norbert Gronau und Wolfgang Kobek

Einblick in die internationale Geschäftswelt von Infor
Wir haben ein exklusives Interview mit Wolfang Kobek von Infor geführt. Erfahren Sie mehr über Infors Strategien im ERP-Markt, deren Ansatz zur Kundenbindung und die Herausforderungen, den skeptischen deutschen Mittelständlern innovative Technologie näher zu bringen.
Methoden für die Geschäftsprozessmodellierung

Methoden für die Geschäftsprozessmodellierung

Geschäftsprozessmanagement in Wirtschaft und Verwaltung: Folge 6
Eine Methode ist eine systematische Vorgehensweise zur Lösung eines Problems. Sie basiert auf einem System von Regeln und schreibt vor, wie vorzugehen ist, um ein festgelegtes Ziel zu erreichen. In diesem Beitrag werden Modellierungsmethoden für Geschäftsprozesse im Überblick, nicht jedoch in den Feinheiten des einzelnen Modellierungsverfahrens vorgestellt. Grundsätzlich können (für die Prozessmodelleriung weniger geeignete) datenorientierten Methoden, die objektorientierte Modellierung mittels UML-Aktivitätsdiagrammen, die kontrollflussorientierte Modellierung mittels z.B. BPMN, EPK und PMDL sowie die aktivitätsorientierte Modellierung mittels KMDL differenziert werden. Arten von Modellierungsmethoden Modellierungsmethoden können danach unterschieden werden, welche Art Zusammenhang sie im Zeitablauf darstellen: Zusammenhänge können statisch, also im Zeitablauf unveränderlich oder dynamisch sein und lassen sich statisch oder dynamisch abbilden. Auf die statische ...
Prozessmodell und Werkzeug

Prozessmodell und Werkzeug

Geschäftsprozessmanagement in Wirtschaft und Verwaltung: Folge 7
Als Beispiel für die zahlreichen in der Praxis verfügbaren Methoden zur Modellerung von Geschäftsprozessen wird in dieser Folge die Sprache Process Modeling and Description Language PMDL vorgestellt, die an der Universität Potsdam als Variante der dort für wissensintensive Geschäftsprozesse intensiv genutzten Sprache KMDL entwickelt wurde. Für KMDL und PMDL steht mit dem Modellierungswerkzeug Modelangelo eine sehr effiziente Kombination von Modellierungsmethode und Modellierungswerkzeug. kostenlos zur Verfügung. Die Process Modeling and Description Language Die Process Modeling and Description Language PMDL umfasst alle benötigten Objekte für eine Prozesssicht, ergänzt um Maschinen (Bild 1). Bild 1: Modellierungssymbole von PMDL Informationsobjekte werden häufig in der Phase der Istanalyse als Ausgangspunkt für Schwachstellenanalysen benötigt und in der Phase der Sollprozesserstellung als Best Practice-Templates genutzt. Eine weitere Ergänzung wurde mit der ...
Wissensintensive Geschäftsprozesse

Wissensintensive Geschäftsprozesse

Geschäftsprozessmanagement in Wirtschaft und Verwaltung: Folge 10
Das geschäftsprozessorientierte Wissensmanagement verfolgt das Ziel, die Wissensverarbeitung in den operativen Geschäftsprozessen zu erkennen und weiterzuentwickeln und somit direkt zur Wertschöpfung im Unternehmen beizutragen. Dazu werden sowohl der Prozessablauf als auch die Wissensprozesse (Wissensmanagementsaktivitäten) entlang der Prozesse untersucht. In konventionellen Modellierungsmethoden für Geschäftsprozesse sind Informationen zur Wissensintensität und zum Einsatz von Wissen nur bedingt vorzufinden. Aufgrund der Ungenauigkeit anderer Modellierungsverfahren können keine Angaben über die Interaktion von stillschweigendem Wissen und Informationen im Prozess gemacht werden. Auch wird die Betrachtung der Wissensflüsse innerhalb eines Prozesses vernachlässigt. Diese ist in wissensintensiven Geschäftsprozessen von besonderer Bedeutung, denn Wissen kann, wie jeder andere Produktionsfaktor auch, erst vom Unternehmen eingesetzt werden, wenn es generiert oder erworben wurde. ...
Schwachstellen in Geschäftsprozessen

Schwachstellen in Geschäftsprozessen

Geschäftsprozessmanagement in Wirtschaft und Verwaltung: Folge 4
Wer bestehende oder am Reißbrett entworfene Sollprozesse sofort informationstechnisch automatisiert, läuft Gefahr, allfällige Probleme und Unzulänglichkeiten ebenfalls mit zu automatisieren und damit Effizienz und Qualität dieser Prozesse nachhaltig zu gefährden. Daher gebührt der Suche nach Schwachstellen eine herausgehobene Position. Eine systematische Identifikation von Schwachstellen in und entlang von Geschäftsprozessen umfasst mindestens die folgenden Bereiche: Prozesse Organisationsstruktur Informationen eingesetzte Anwendungssysteme Messung des Erfolgs von Geschäftsprozessen Personal Klima im Unternehmen. In den folgenden Abschnitten erfolgt eine teilweise checklistenartige Darstellung der einzelnen Problembereiche. Dabei wird stets von den Oberzielen Kostensenkung, Zeitreduzierung, Qualitätserhöhung sowie der Steigerung von Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit ausgegangen. Schwachstellen der Ablauforganisation Alle betrachteten Prozesse ...
Vorgehen bei der Istanalyse

Vorgehen bei der Istanalyse

Geschäftsprozessmanagement in Wirtschaft und Verwaltung: Teil 3
In der Regel können in GPM-Projekten zuverlässige Neukonzeptionen von Prozessen nur dann erfolgen, wenn eine Istanalyse durchgeführt wurde. Unter einer Istaufnahme wird die qualitative und quantitative Erfassung des Istzustandes eines abgegrenzten Systems unter Berücksichtigung des Untersuchungszwecks verstanden. Je nach Untersuchungszweck werden die Ziele, die Strukturen, die Elemente, die formalen und informalen Prozesse, die Tätigkeiten, den Informationsbedarf, die Entwicklungstendenzen und die Anforderungen an den Prozess erfasst. Für die Erhebung des Istzustandes stehen verschiedene Methoden zur Verfügung (Abb. 1). Bei der Primärerhebung werden Informationen erstmalig und eigens für den Erhebungszweck gewonnen. Demgegenüber greift man bei der Sekundärerhebung auf bereits vorhandene Dokumente und Quellen zurück. Heute stehen im Zuge der Digitalisierung von Büro und Fabrik automatische Erfassungsmethoden zur Verfügung, die ebenfalls einen Beitrag zur Erhebung des ...
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