ERP-Technologie

Internet of Things (IoT) und ERP Systeme

Herausforderungen und erste Maßnahmen
Lesedauer:  3 Minuten
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Das Internet der Dinge stellt uns vor neue Herausforderungen: Digitalisierung bedeutet nicht nur, dass alle analogen Elemente in die digitale Welt übertragen werden, es bewirkt auch, dass Daten, Verbindungen und Funktionen in ungeahntem Ausmaß möglich werden. Für ERP-Systeme ist dies eine große Chance. Dennoch sollten frühzeitig die aufkommenden Risiken kontrolliert und gesteuert werden können. Das Internet der Dinge: Es wird in Zukunft möglich sein, nahezu alle Gegenstände zu digitalisieren. Entweder fallen diese Elemente weg, so dass ein Einkaufszettel nur noch elektronisch zur Verfügung stehen wird oder bestehende Dinge können steuerbar ins Internet eingebunden werden. Dies bietet ungeahnte Möglichkeiten. Digital bedeutet damit immer auch vernetzt, steuerbar und vor allem: auswertbar aufgrund der neuen Daten. Im Zuge dieser neuen Datenproduktion bedeutet dies auch eine große Änderung für ERP-Systeme. Doch momentan zeigt sich erst der Beginn der Digitalisierung im heutige Sinne.
Noch nie gab es so viele Möglichkeiten Daten zu sammeln, jedoch besitzen auch noch nicht alle Personen ein Smart Home oder ein Smart Car [1]. Zukünftig werden nahezu alle Gegenstände mit dem Internet verbunden und damit auch mit Steuerungs- und Auswertungsmöglichkeiten versehen werden können. Was bedeutet dies für ERP-Systeme? 

Frameworks und Flexibilität
ERP-Systeme müssen flexibel auf neue Elemente reagieren können. In der IT bietet es sich an mit Frameworks zu arbeiten [2]. Ein gutes Rahmenwerk lässt nicht nur bestimmte und ausgewählte Komponenten zu, es bietet auch die Möglichkeit flexibel aber standardisiert auf neue Elemente zu reagieren. Es ist so vorstellbar, dass verschiedenste Entwickler unabhängig voneinander neue Funktionen und Verbindungen entwickeln. Über eine strikte Governance können diese Entwickler dann dazu gebracht werden, dass gemeinsame Schnittstellen oder Technologien genutzt werden. In der Realität geschieht dies fast nie. Konkurrenzprodukte drängen auf den Markt, Technologien ändern sich, Standards werden von ausländischen Anbietern möglicherweise nicht eingehalten etc. Ein Framework, welches modular aufgebaut ist, kann standardisiert auf jedes IoT Element zugreifen. In der Softwareentwicklung wird auch von einem Entwurfsstrukturmuster gesprochen. In diesem Fall wird ein sogenannter „Adapter“ benötigt [3]. Was „hinter“ dem Adapter passiert ist für den restlichen Source-
code nicht weiter relevant. Damit das ERP-System weiter funktionieren kann, muss es nur zum internen Adapter sprechen. Alles darüber hinaus wird an das bestehende Framework angepasst. Auf diese simple Art und Weise wird die Flexibilität durch ein vorgegebenes Adaptorenframework bzw. offenes Schnittstellenkonzept erhalten bleiben. 

Skalierbarkeit
Ein Framework bietet aber weitere Vorteile: Einer davon ist die Skalierbarkeit. Je mehr digitalisierte Gegenstände das ERP- System erreichen, je mehr stellen sich auch weitere klassische IT-Fragen: Wird die Performance des Systems irgendwann schlechter werden? Kann die Massenverarbeitung die neuen Informationen langfristig verarbeiten? Kann eine zusätzliche Ordnung gefunden werden, welche die große Menge an Elementen strukturieren kann?

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