ERP-Einführung

Wissen die ERP-Anbieter eigentlich, was sie wissen?

Dr. ERPel über den Unterschied zwischen nutzlosen und herausragenden Beratern
Lesedauer:  2 Minuten
ERP

Bei den ERP-Anbietern gibt es Spreu und Weizen. Damit meint Dr. ERPel nicht die Software, sondern die mit der Softwareeinführung einhergehende Beratungsleistung des Softwareanbieters oder des Systemhauses. Als Spreu bezeichnet Dr. ERPel solche „Berater“, die sich in der Branche, in der sie tätig sein sollen, „leider noch nicht“ so gut auskennen. Damit sind sie weitgehend nutzlos. Völlig nutzlos werden sie dann, wenn sie sich auch mit der Software, dessen Zusammenspiel mit dem Geschäftsprozess sie verbessern sollen, „leider noch nicht“ so gut auskennen, weil sie erst seit wenigen Monaten im Unternehmen sind.

„Achtung, untauglicher Berater“

Eigentlich sollte es Warnschilder für derartige Berater-Spreu geben. Zumindest ein sehr kräftiger Abschlag auf den Tagessatz wäre angemessen. Dr. ERPel schlägt hier 150 % vor. Damit würde der Softwareanbieter die Ausbildung des Spreu-Beraters beim Kunden mit einem halben Tagessatz Rabatt fördern – ideal, aber leider in der Praxis selten vorkommend. Weil solche Spreu-Berater immer wieder auftauchen, müssen Klauseln für den Berateraustausch inkl. Entschädigung unbedingt in allen Projektverträgen enthalten sein.

„Dann passiert das Schreckliche“

Allerdings gibt es auch den umgekehrten Fall: das ERP-Unternehmen schickt einen oder sogar mehrere äußerst kompetente Berater. Sie kennen sich perfekt in der Branche aus, haben bereits mehrere vergleichbare Projekte in derselben Größe zum Erfolg geführt und besuchen auch regelmäßig die einschlägigen Branchenkongresse – um sich weiterzubilden, nicht um abends die Standfeten mitzunehmen. Und dann passiert das Schreckliche: Der Kunde erkennt das profunde Wissen des Anbieters nicht und versucht stümperhaft, sich selbst zu helfen. Alles schon erlebt.

Dr. ERPel bittet daher fast schon flehentlich darum, dass die guten ERP-Unternehmen das Branchenwissen ihrer Berater bei jeder Gelegenheit herausstellen – durch Fachvorträge, Fachaufsätze usw. Kaum ein Merkmal hilft dem Kunden mehr als ein kompetenter Berater. Darauf spendiert er den guten Beratern auch gern einmal ein Weizen!

Dr. ERPel

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