Budgetüberschreitungen und Zeitverzögerungen gehören nach wie vor zu den größten Risiken bei der Einführung neuer ERP-Systeme. Dennoch basieren Aufwandsschätzungen in der Praxis häufig auf subjektiven Erfahrungswerten oder ungenauen Anbieterversprechen. Ein gestaltungsorientierter Forschungsansatz zeigt: Die Projektdauer lässt sich verlässlich prognostizieren. So schaffen Entscheidungsträger maximale Planungssicherheit bei der ERP-Transformation. Eine empirische Analyse von knapp 2.300 Einführungsprojekten aus der Datenbank „ERP-Wissen“ der Universität Potsdam zeigt, welche Parameter die Projektdauer maßgeblich beeinflussen und wie ein datengetriebenes Prognosemodell mehr Planungssicherheit bei der ERP-Transformation schafft. Wenn die Entscheidung für ein neues ERP-System fällt, stehen Management und IT-Leitung vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Ein realistischer Zeit- und Kostenrahmen muss gesteckt werden. In der Praxis gerät die geplante Roadmap jedoch schnell ins Wanken. Der Anpassungsbedarf ist komplexer als gedacht, Fachbereiche sind operativ gebunden und Datenmigrationen erweisen sich als zeitraubender als geplant.
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