ERP-Einführung

Die Angst des Kunden vor dem Go-live

Dr. ERPel über den Umgang mit panischen Projektleitern
Lesedauer:  2 Minuten
ERP

Angst sollte im Geschäft nicht die Handlungen bestimmen, denkt Dr. ERPel. Die allermeisten Aktivitäten erfolgreicher Unternehmen basieren auf wohlüberlegtem Kalkül, weniger auf Furcht vor Konsequenzen.

„Heulen und  Zähneklappern“
Nur der Go-Live-Termin eines neuen ERP-Systems löst bei manchen Anwendern das Gefühl aus, der Weltuntergang stehe unmittelbar bevor. Doppeltes Pech, wenn sogar der Teilprojektleiter eine panische Angst vor dem Stichtag hat und nicht müde wird, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf den drohenden Untergang des Abendlandes, repräsentiert durch seine Geschäftseinheit, hinzuweisen.

„Hier fehlt Meister Proper“
Dr. ERPel wünscht sich in solchen Situationen einen durchgreifenden Allesreiniger wie den berühmten Meister Proper aus der Werbung. Dieser sollte dann das angstverzerrte Bewusstsein des mittleren Managers mit dem Duft frischer Zitronen fluten und so das drohende Trauma auslöschen.

„Angst essen Seele auf“
Das Schwierige an der Situation ist, dass Emotionen zu Handlungen führen oder in diesem Fall zum Ausbleiben derselben. Es müssen also Emotionen erzeugt werden, die die gewünschte Reaktion auslösen. Eine gute Idee hatte der Gesamtprojektleiter, der jetzt seine eigene Geschäftseinheit zu einem beispielhaften Showcase für die Digitale Transformation ausbauen will­ – mit demselben ERP-System, versteht sich. Er hofft, dadurch Neid zu erzeugen, auf digitale Integration von Vertrieb bis zum Service und volle Transparenz über den gesamten Wertschöpfungsprozess. Das kombiniert er noch mit erhöhter Materialeffizienz und Mitarbeiterproduktivität – und damit erzeugt er dann tatsächlich viele neidische Blicke und den Wunsch „das wollen wir auch haben“.

Dr. ERPel meint: Nur so lässt sich die verfahrene Situation noch retten. Hauptsache, das Projekt hat genug Zeit, die positive Wirkung zu entfalten.

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