Im komplexen Projektgeschäft der Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung kommt es wesentlich darauf an, die Wirtschaftlichkeit der Aufträge jederzeit im Blick zu behalten. Dabei befinden sich jene Unternehmen im Vorteil, deren Projektmanagement-Software Bestandteil ihres ERP-Systems ist. Denn dank dieser nahtlosen Integration werden etwaige Abweichungen von im ERP-System hinterlegten Budgetrahmen schnell im Projektmanagement ersichtlich. Je mehrstufiger darüber hinaus die Möglichkeiten der Planung sind, desto eher zeigt sich, an welcher Stelle Terminengpässe drohen.
Ein Projektmanagement-Cockpit mit umfassender ERP-Integration bietet das auf die Losgröße 1+ spezialisierte Software- und Beratungshaus ams.Solution mit ams.project. Das Modul ermöglicht die unternehmensweite Termin-, Budget- und Ressourcenplanung, was bedeutet, dass alle terminrelevanten Daten aus dem ERP-System ams.erp, beispielsweise Auftragspositionen, Baugruppen, Bestellungen oder Lieferblöcke, automatisch in der Planung berücksichtigt und als Meilensteine oder Vorgänge direkt in ams.project angezeigt werden.
Der Ablauf gestaltet sich wie folgt: Die Aufträge werden samt den budgetierten Stunden im ERP-System erfasst und sind direkt im Projektmanagement sichtbar. Auf Basis dieser Daten wird dort ein erster Terminplan erstellt.
Wurden seitens des Vertriebs im ERP-System angebotsseitig 200 Stunden für die Konstruktion, 600 Stunden für die Fertigung und 200 Stunden für die Montage einer Maschine veranschlagt, die innerhalb von 12 Wochen gebaut werden soll, kann die Projektleitung dieses Stundenbudget unter terminlicher Berücksichtigung aller im Hause befindlichen Aufträge einplanen.
Genaue Bestimmung der Kapazitätsbelastung
Sollte sich im Projektverlauf herausstellen, dass das angesetzte Budget an bestimmten Punkten überschritten wird, wird dies sofort über eine Ampelfunktionalität sichtbar. Die Projektleitung hat daraufhin die Möglichkeit, die Stunden entsprechend umzuverteilen, wenn etwa an anderer Stelle noch überschüssige Kapazitäten vorhanden sein sollten. Ist diese „Quersubventionierung“ nicht möglich, muss zusammen mit dem Vertrieb eine andere Lösung angestrebt werden – im Notfall könnte eine Nachverhandlung mit den Kunden als Option in Betracht kommen.
Ein immenser Vorteil von ams.project liegt in der Mehrstufigkeit der Planung, die von einer groben bis hinunter auf eine sehr feine Ebene möglich ist. Die Grobplanung über die Budgets kann auf eine Mittelplanung mit Bezug auf die Arbeitsplatzgruppen und bestimmte Intervalle heruntergebrochen werden, von wo aus ein weiteres „Einzoomen“ auf einzelne Arbeitsplätze möglich ist. Aufgrund dieser granular gestalteten Übersicht ist schnell erkennbar, ob der Budgetrahmen eingehalten oder wo
genau er gerissen wird.
Interessant für mittelständische Projektfertiger ist zudem, dass sie allein auf Basis der angelegten Budgets einsehen können, wie hoch die Kapazitätsbelastung für eine bestimmte Ressource, beispielsweise die Konstruktion, ausfällt. Über ein Kapazitäts-Dashboard lässt sich ohne aufwendige oder weitere Projektmanagementplanungsaktivitäten aus den Vorgaben des Vertriebs eine Ressourcenauswertung für die Gruppe der Konstruktion aufrufen. In Form eines Kapazitätsgebirges lassen sich speziell für diese Gruppe oder auch für alle anderen Gruppen sämtliche bereits verplanten Budgetstunden einsehen. Wenn die Einzelfertiger in einem größeren Konzern verbund oder im Rahmen internationaler Großprojekte tätig sind, können die Projektpläne zudem an Microsoft Project übergeben werden. Diese Funktionalität kommt ebenso zum Tragen, wenn Kunden der Stand der gegenwärtigen Projektabwicklung übermittelt werden soll.
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