ERP-Digitalisierung

„Faszinierend einfach“

MEVACO optimiert Intercompany-Geschäft mit neuem Web-ERP VlexPlus
24.08.2023
Lesedauer:  5 Minuten
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MEVACO verfügt mit seinem Werk in Schlierbach über eine zentrale Produktion für den Direkt- und Partnerverkauf im gesamten europäischen Vertriebsgebiet. (Bild: MEVACO GmbH)

Die Firma MEVACO GmbH aus Göppingen, Teil der RMIG Group, ist führender Anbieter von Streckmetallen und Lochblechen und bietet größte Variantenvielfalt. Mit zehn Standorten in ganz Europa erreicht MEVACO mehr als 20 000 Kunden. Um die IT-Infrastrukturen der diversen europäischen Tochter- und Vertriebsgesellschaften zu konsolidieren und über eine zentrale Datenbank abzubilden, löste MEVACO ihr Bestands-ERP gegen das ERP-System „VlexPlus“ der VLEXsoftware gmbh ab.

Mit 160 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 80 Millionen Euro ist MEVACO heute Europas führender Hersteller und Lieferant von Streckmetallen, Lochblechen, Wellengittern und geschweißten Gittern. Das Produktsortiment wird regelmäßig erweitert und umfasst Standardprodukte wie auch individuell konfigurierbare Produkte samt Zubehörteile. Mehr als insgesamt zehn Standorte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien, Ungarn, Polen sowie weitere Vertriebspartner in Skandinavien, Rumänien, Tschechien, Slowenien und im Baltikum erreicht MEVACO heute mehr als 20 000 Kunden in ganz Europa.

Um die IT der sieben Tochter- und Vertriebsgesellschaften zu konsolidieren und über eine zentrale Datenbank abzubilden, löste die Göppinger MEVACO GmbH ihr Bestands-ERP gegen das plattformunabhängige, Multisitefähige und vollständig auf Webtechnologien basierende ERP-System „VlexPlus“ der VLEXsoftware gmbh ab. Im Zuge der Umstellung wurden bei MEVACO mit der bislang separaten Betriebsdatenerfassung und Fertigungssteuerung auch bestehende Insellösungen in das ERP-System integriert. Mit der Anbindung des Magento Webshops und der Speditionsabwicklung profitiert das Unternehmen zudem von durchgängigen Prozessen und einer pflegeleichten IT-Infrastruktur zur Unterstützung der komplexen Intercompany-Prozesse.

Heterogene Datenbankstrukturen mit hohem Pflegeaufwand

Die Anbindung der MEVACO-Standorte erfolgte zwar vielerorts über das bis dato eingesetzte ERP-System. Jedoch konnten diese mit dem damaligen ERP nicht einheitlich über eine zentrale Datenbank, sondern lediglich über viele separate Datensilos abgebildet werden. Dies machte nicht nur die Intercompany-Prozesse unnötig aufwendig. Auch der Aufwand zur Verwaltung der unterschiedlichen Datenbanken und Datenbestände wuchs stetig an, bis die Geschäftsführung von MEVACO die Einführung einer neuen, international einsetzbaren ERP-Software auf Basis einer einheitlichen Datenbank für alle MEVACO-Standorte beschloss.

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MEVACO ist Europas führender Anbieter von Streckmetallen, Lochblechen, Wellengittern und geschweißten Gittern und bietet größte Variantenvielfalt. (Bilder: MEVACO GmbH)

„Dieser Schritt war schon länger notwendig. Die Konsolidierung unserer heterogenen Datenbankstrukturen haben wir dann auch gleich zum Anlass genommen, uns von unseren bestehenden Insellösungen im Bereich der Betriebsdatenerfassung und Fertigungssteuerung zu verabschieden, die wir künftig integriert über das neue ERP-System abbilden wollten“, so die Geschäftsführung.

Technologie und Lösungskompetenz im Fokus

Gemeinsam mit einem externen Berater wurden auf Basis eines definierten Anforderungskataloges zunächst passende Lösungsanbieter vorselektiert. Die vier auf der „Shortlist“ verbliebenen Lösungen wurden dann im Anschluss in dedizierten Workshops im Detail auf ihre Eignung hin geprüft. Während die Lösungen die Prozesse noch überwiegend über den bestehenden Standard abbilden konnten, trennte sich schließlich bei der zugrunde liegenden Technologie die Spreu vom Weizen.

Mit der VLEXsoftware gmbh war lediglich ein Systemanbieter am Ende in der Lage, das System länderübergreifend über eine zentrale Datenbank bereitzustellen. Die moderne Webarchitektur von VlexPlus, die sich besonders durch ihre Offenheit und Flexibilität auszeichnet, ließ darüber hinaus auch erwarten, dass künftige Erweiterungen und Systemanpassungen nicht nur vom Grunde her möglich waren, sondern auch vom Zeit- und Kostenaufwand in einem engen Rahmen umgesetzt werden können.

„Der Zugriff über den plattformunabhängigen Webbrowser bot zudem den Komfort, dass sich Standorte, Anwender oder Drittsysteme wie das eigene Kanban-System auf einfache Weise anbinden lassen, was die Wettbewerbslösungen in dieser Form schlicht nicht gewährleisten können“, erläutert die Geschäftsführung.

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In allen Geschäftsbereichen wird mit dem Varianten-ERP „VlexPlus“ gearbeitet. (Bilder: MEVACO GmbH)

„Ausschlaggebend für unsere Entscheidung zugunsten von VlexPlus waren aber auch infrastrukturelle Aspekte. Wir hatten einfach das Gefühl, dass die Chemie hier auf mehreren Ebenen stimmt: ein Partner auf Augenhöhe, eine hohe Lösungs- und Variantenkompetenz, passende Referenzen und die gleiche Sprache – denn eine gute Kommunikation ist ja schon deshalb erforderlich, da unsere branchen- und prozessspezifischen Anforderungen in gewisser Weise in die Sprache des Beraters und in die Entwicklersprache des Dienstleisters ‚übersetzt‘ werden müssen. Die Kombination von Comarch als Technologiepartner mit international gut ausgebauten Infra- und Entwicklungsstrukturen auf der einen Seite und VLEX als hiesiger, mittelständischer ERP-Spezialist für komplexe Variantenthematiken und langjähriger Branchenexpertise auf der anderen Seite gab uns nicht nur Zukunftssicherheit, sondern hat sich auch in der operativen Zusammenarbeit als günstiges Gefüge für eine professionelle Zusammenarbeit erwiesen.“

Effektiver Multi-Channel-Vertrieb: Alle Aufträge über zentrale Schnittstelle

Dadurch, dass die Vertriebsmitarbeiter nun ihre Konfigurationen und Aufträge ebenfalls im Backend des Magento-Shops hinterlegen, können auf diese Weise sämtliche Vertriebsaufträge über nur eine einzige Schnittstelle automatisiert in ‚VlexPlus‘ übernommen werden, was die Folgeprozesse bei MEVACO seither deutlich besser händelbar macht.

Dabei wurden die vorhandenen Prozessstrukturen von MEVACO in der neuen Lösung nahezu 1:1 abgebildet. Lediglich die Vertriebsprozesse wurden mit der Ablösung des Bestandsystems aus dem ERP herausgelöst: Denn mit der Erweiterung der Onlinekanäle und der Einführung eines Onlineshops haben sich für den Online- und Offlinevertrieb redundante Prozesse entwickelt, die parallel gepflegt und programmiert werden mussten.

Effektive Fertigungs- und Intercompany-Steuerung

Als kundenorientiertes Unternehmen sichert MEVACO seinen Kunden das Versprechen zu, die noch zu produzierenden Waren innerhalb von vier Tagen auszuliefern. Um diese Liefergarantie zu gewährleisten, wird die Fertigungsreihenfolge der Aufträge bei MEVACO je nach Dringlichkeit dynamisch angepasst und die Auftragslisten werden mit einer Ampelfunktion versehen. Da die Fertigungssteuerung bisher noch händisch in Excel-Listen erfolgte und aufwendig in das damalige ERP-System überführt werden musste, stellte dies die Prozesssteuerung und die Planung der Disposition stets vor enorme Anforderungen.

Mit der Integration der Fertigungssteuerung in „VlexPlus“ fällt dieser Workaround samt Fehlerquellen und Synchronisationsaufwand nun dauerhaft weg und macht die Planung für die Mitarbeiter nicht nur in Echtzeit möglich, sondern auch deutlich komfortabler und transparenter. Dank einer eigens programmierten Schnittstelle erfolgt auch die Speditionsabwicklung heute durchgängig aus „VlexPlus“ heraus.

„Die für uns wichtigste Prozessverbesserung aber ist die Möglichkeit, unsere komplexen Intercompany-Prozesse vollständig in VlexPlus abzubilden. Den Aufwand der Rechnungswesenabwicklung zwischen den Vertriebsgesellschaften und dem Hauptmandanten konnten wir seither signifikant reduzieren, was unsere Verwaltung standortübergreifend nachhaltig entlastet“, resümiert die Geschäftsführung.

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