SAVE THE DATE: ERP-Praxistag Kunststofffertigung am 13. Februar von 10 bis 12 Uhr
Als ein führender Akteur in der Kunststoffbranche begeistert die Novoplast AG aus Wallbach seit mehr als 75 Jahren mit innovativen Lösungen, höchster Qualität und starker Kundenorientierung. Für die Medizintechnik etwa entwickelt das Unternehmen individuelle, ebenso funktionale wie zuverlässige Gehäusekomponenten. Auch die langlebigen, bakterienresistenten Fittingteile für Trinkwasserleitungen von Novoplast sind für ihre herausragende Zuverlässigkeit bekannt. Und die filigranen, hochwertigen Profile für den Storenbau, die die Wallbacher in beeindruckenden Losgrößen von 60.000 bis 600.000 Metern extrudieren, zeugen von der hohen Kompetenz in der Extrusionstechnik.
Trotz herausfordernder Marktschwankungen und Preisdruck bleibt Novoplast seiner Innovationsfreude treu und gestaltet nicht nur den Markt von heute, sondern auch die Zukunft der Kunststoffbranche aktiv mit. Mit Leidenschaft und einem klaren Blick für neue Chancen sucht das Unternehmen kontinuierlich nach Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren, zu digitalisieren und damit echten Mehrwert zu schaffen. Seit 2018 bildet das ERP-System von Proalpha am Standort in der Schweiz die technologische Basis für diese Entwicklung, seit 2020 auch im Werk in Ungarn.
DMS: Dokumente gleich zur Stelle
Wo kaum ein Projekt dem anderen gleicht, sorgt Proalpha von der Angebotserstellung bis zur Finanzbuchhaltung für den Überblick: Alle zugehörigen Dokumente sind im integrierten Dokumentenmanagement-System (DMS) hinterlegt und lassen sich per Klick mit dem entsprechenden Vorgang verknüpfen, ob Projektkostenvoranschlag, Rahmenvertrag, Forecast-Liste mit Preisvereinbarungen – oder die Teilezeichung, die für die Produktion maßgeblich ist. Ändert sich die Spezifikation eines Artikels, und somit seine technische Zeichnung, wird diese in proalpha hinterlegt und entsprechend versioniert.
Ein Workflow sorgt dafür, dass alle erforderlichen Stellen über diese Änderung informiert werden. „Früher mussten die Zeichnungen ausgedruckt und intern über die Hauspost verteilt werden“, erinnert sich Marcus Hock, als Chief Operations Officer & Chief Quality Officer Teil der Novoplast Geschäftsführung, an diesen umständlichen Prozess. „Dass die Zeichnungen jetzt digital in Proalpha hinterlegt sind, verbessert die Auffindbarkeit und verhindert redundante Daten.“
Automatisierter Belegfluss über Ländergrenzen
Sobald ein Auftrag erteilt ist, prüft die Disposition über Proalpha den Materialbestand und löst bei Bedarf Bestellungen aus. Wenn die beauftragten Teile in Ungarn produziert werden sollen, geht eine Bestellung dorthin. Der Belegfluss zwischen den beiden Standorten erfolgt dabei voll automatisiert über die Schnittstelle der Proalpha Integration Workbench (INWB). Das Novoplast-Werk in Iharosberény arbeitet als eigener Mandant mit einer proalpha Länderversion, die die ungarischen Besonderheiten im Finanzbereich abbildet.

Proalpha APS: Produktionsressourcen optimiert nutzen
Wenn die Fertigung in der Schweiz erfolgt, was in naher Zukunft nur noch die Extrusion betrifft, legen die Mitarbeiter einen Produktionsauftrag in Proalpha an. Die Produktionsplanung übernimmt dann so weit wie möglich das Proalpha APS (Advanced Planning and Scheduling) – für die Novoplast-Belegschaft zunächst ein Kulturwandel, denn sie kam aus einem fast vollständig manuell planenden System: „Anfangs fiel es mitunter schwer, dem ERP die Kontrolle zu überlassen“, berichtet Marcus Hock. „Heute planen wir in einigen Produktionsbereichen komplett mit Proalpha APS, ohne Aufträge zu fixieren.“ Die erforderliche Transparenz, um die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen, schafft die Multi-Ressourcen-Ansicht, und Gantt-Diagramme erleichtern die Feinplanung. Gleichzeitig profitieren die Mitarbeitenden bereichsübergreifend von der verbesserten Lieferterminkontrolle.
Die Logistik mit der Kommissionierung und dem Konsignationslagergeschäft, das Novoplast sowohl für Lieferanten als auch Kunden betreibt, erfolgt digital über die Standardfunktionen von Proalpha – nur für die Zollabwicklung kommt eine separate Applikation zum Einsatz.
Releasewechsel verspricht noch mehr Automatisierungspotenzial
Eine derzeit laufende Umstrukturierung soll die Spritzguss- und Extrusionskompetenzen bündeln: „Sobald die Spritzgussfertigung sowie Montage vollständig nach Ungarn verlagert sein werden, ist unser Ziel, die Produktionsplanung unseres Dreischichtbetriebs an beiden Standorten vollständig zu automatisieren und mehr mit temporären Strukturen zu arbeiten“, so Hock. „Die ’Frozen Zone‘ wurde um den sogenannten ’stabilen Bereich‘ erweitert. Diese Funktion schützt den kurzfristigen Planungshorizont und verhindert, dass ungewollte temporäre Strukturen oder Produktionsaufträge in diesen Bereich eingeplant werden. Diese Möglichkeit einer kontrollierten Automatisierung eröffnet die neueste Proalpha-Version, auf die wir 2025 wechseln wollen.“
Auch das Thema Betriebsdatenerfassung (BDE) steht im Zusammenhang mit dem Releasewechsel weit oben auf der To-do-Liste des engagierten Novoplast-COOs: „Wir waren einer der ersten Kunden in der Schweiz, die mit Proalpha mobil per Barcode und Handscanner Rückmeldungen über Produktionsaktivitäten, Rüstzeiten, Material- und Warenbewegungen machten, so dass alle Informationen nahtlos ins System fließen. Aber da geht noch viel mehr. In Zukunft stelle ich mir ein System vor, das die Zeiten automatisch rückmeldet, so dass dann auch die letzten manuellen Zeiterfassungen der Vergangenheit angehören.“
Digitale Qualitätsmanagementprozesse
Einen wahren Digitalisierungssprung hat das qualitätsbewusste Unternehmen im Bereich Qualitätsmanagement hinter sich. Neben einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 und Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 hält Novoplast ein ISO 13485-Zertifikat für das Design und die Herstellung von Medizinprodukten. Zudem benötigen einige der kundenindividuell gefertigten Produkte eine Trinkwasserzulassung. Für effiziente Qualitätsprozesse und eine erleichterte Prüfplanung nutzt der Mittelständler eine CAQ-Lösung, die über eine Schnittstelle auf die erforderlichen Daten in Proalpha zugreift. Dort werden die Chargen aller Rohmaterialien und Novoplast-Produkte geführt. Im Proalpha DMS sind zudem sämtliche Prüfzeugnisse revisionssicher hinterlegt.
ERP-Know-how sammeln, Zukunft gestalten
Auch wenn neben Fertigungsumstrukturierung und geplantem Releasewechsel wenig Zeit bleibt, schätzt Marcus Hock die Möglichkeiten, die Proalpha seinen Kunden bietet, um Know-how aufzubauen und sich mit Ideen und neuen Anforderungen aktiv in die Weiterentwicklung an die Produktentwicklung einzubringen – etwa über den Anwenderkreis: „Proalpha lebt. Die Interaktion von proalpha mit den Anwendergruppen finde ich einen sehr großen Mehrwert. Mir als Kunden hilft es weiter, hier aktiv zu sein und Proalpha weiß dadurch, was die Mehrzahl der Kunden braucht. Das ist eine Win-Win-Situation.“
Und auch, dass die Proalpha Gruppe das ERP mit zahlreichen eigenen wie auch Partnerlösungen integriert, ist für Hock ein großer Pluspunkt: „Denn nur Systeme, die miteinander arbeiten, bringen Unternehmen langfristig echten Mehrwert.“ Dabei hat der COO nicht zuletzt die KI-gestützte Nutzung von Unternehmensdaten im Kopf – sein großes Zukunftsthema, in dem noch viel Potenzial für mehr Effizienz und Kundenservice schlummert. Die Basis, um die erforderlichen Daten zentral zu erfassen, ist mit Proalpha immerhin bereits gelegt.
„Proalpha ist im Produktionssegment einfach gut. Wir haben jetzt schon viel im Standard gelöst und noch zahlreiche Ideen, wie wir mit dem ERP-System künftig noch effizienter produzieren können.“
Marcus Hock, COO & Chief Quality
„Mit der Proalpha Gruppe und starken Partnerschaften, die viele Lösungen abdeckten, geht Proalpha in die richtige Richtung. Nur Systeme, die miteinander arbeiten, bringen langfristig echten Mehrwert.“
Marcus Hock, COO & Chief Quality Office
Highlights
- Know-how-Transfer und Zukunftsschmiede: Lebendiges, mittelstandserprobtes ERP dank Interaktion mit proalpha bei Schulungen und Anwendertagungen
- Proalpha APS: Optimierte Ressourcennutzung und volle Transparenz verbessert Termintreue
- Zentrales Dokumentenmanagement: Verträge, Preisvereinbarungen, Teilezeichnungen & Co. vorgangsbezogen schnell auffindbar
- Integration Workbench (INWB) ermöglicht automatisierten Belegfluss mit Produktionswerk in Ungarn
- Digitalisierte Qualitätsmanagementprozesse und Prüfplanung dank nahtlos integrierter CAQ-Lösung
13.02.2025 Praxistag (hybrid)
Profilhersteller Novoplast hat kontinuierlich Prozesse optimiert, digitalisiert und echten Mehrwert geschaffen. Seit 2018 bildet proalpha die Basis dafür. Erfahrungen mit dem System und Ausblicke verrät Novoplast am 13. Februar 2025 in Binzen und Online von 10 bis 12 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.
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