ERP-Digitalisierung

System-Kontinuität bei der Digitalisierung

Verpackungsmaschinenbauer setzt bewusst auf bewährte Software
21.08.2025
Lesedauer:  3 Minuten
System-Kontinuität bei der Digitalisierung
System-Kontinuität bei der Digitalisierung © SOMIC Verpackungsmaschinen GmbH & Co. KG

Somic entwickelt und fertigt kundenspezifisch ausgelegte Endverpackungsanlagen – ein komplexes Projektgeschäft mit mehrmonatigen Durchlaufzeiten und hoher Kapitalbindung. Um die Risiken seiner Großaufträge zu beherrschen, setzt der Einzelfertiger aus dem oberbayerischen Amerang bei der durchgängigen Prozessvernetzung bereits seit über zwei Jahrzehnten auf die Branchenstandardlösung ams.erp.

Die Kunden des Verpackungsspezialisten stammen aus unterschiedlichsten Branchen. Um die jeweiligen Anforderungen an die Umverpackungen so effizient wie möglich zu erfüllen, setzt Somic auf vorkonfigurierte mechatronische Funktionseinheiten. Dem Baukastenprinzip folgend lassen sich über die Kombination zahlreicher Standardkomponenten sämtliche Anlagen an jeden Bedarf anpassen.

Trotz der zunehmenden Standardisierung ist Somic weiterhin ein klassischer Einzelfertiger. Dies zeigt sich u.a. darin, dass ein Großteil des Bedarfsmaterials erst im Auftragsverlauf entsteht und folglich nur nach und nach disponiert werden kann. Daher ist vor allem die unkomplizierte Abbildung von Stücklistenänderungen im Rahmen der konstruktionsbegleitenden Fertigung, die die Software von Hause aus mitbringt, nach wie vor ein funktionales Muss.

Transparenz bei der Projektkostenentwicklung liefert das ERP-System dank der permanent mitlaufenden Kalkulation. Zudem ist die Bestandsführung jederzeit aktuell. Tägliche Unterdeckungsprüfungen zeigen detailliert an, welche Teile fehlen und deshalb gezielt für die Aufträge nachgekauft werden müssen. Aus diesen Informationen wird der aktuelle Gesamtbedarf exakt ermittelt.

Generell gelang es mithilfe von ams.erp nicht nur, das kontinuierlich starke organische Wachstum ohne software-seitige Limitierungen abzubilden, sondern auch jenes, das infolge von Zukäufen und Neugründungen entstand. Die 2014 eröffnete US-Niederlassung, die ursprünglich als reiner Service-Standort dienen sollte, ist datentechnisch längst so weit angebunden, dass eigene Inbetriebnahmen von vor Ort gesteuert werden können. Die Teilefertigung in Deutschland wurde zudem vollständig an den hinzugekauften Standort in Haag verlegt, an dem zuvor u.a. hochpräzise Komponenten für den Raumfahrtsektor entstanden. Die durch die Verlagerung in Amerang freigewordenen Flächen wurden genutzt, um dort ein vollautomatisches Hochregallager von Autostore einzurichten, welches komplett an ams.erp angebunden ist und über die Software verwaltet wird. Alle Entnahmen und Zugänge werden in Autostore über das ERP-System angesteuert sowie die Stammdaten und Bestände synchronisiert.

Mit ams.erp als alleiniger Datenbasis konnten in jüngerer Vergangenheit diverse weitere Projekte zur Effizienzsteigerung initiiert werden. Dabei ging es z.B. um die Automatisierung des gesamten Rechnungseingangsprozesses oder um die Einbindung von Terminals, Scannern und Dashboards im Produktionsbereich, um auch dort flächendeckend digital und papierlos zu arbeiten. Die inzwischen intensiv genutzten Dashboards bieten die Möglichkeit, sämtliche Daten aus ams.erp in Echtzeit abzurufen, in Kontext zu bringen und auf spezielle Anwendungsfälle abgestimmt auszuwerten. Für die rechenintensivere Verarbeitung von Kalkulationsdaten kommt darüber hinaus das integrierte Business-Intelligence-Modul verstärkt zum Einsatz.

Gerade über die Dashboards und die BI-Funktionalität ist es gelungen, die Prozesstransparenz noch einmal entscheidend zu erhöhen. Für Erdal Akar hat das ERP-System über die Jahre bewiesen, dass es Somics Wachstumspfad nicht nur begleitet, sondern vielfach sogar geebnet hat. Dabei sieht er das Potenzial für kommende Entwicklungsschritte noch lange nicht ausgeschöpft.

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