Die Konsumwelt ist im ständigen Wandel – auch in Sachen Genussmittel. Schon seit 1933 dreht sich bei der Aequator AG alles um die Entwicklung und Produktion von Kaffeemaschinen. Das Schweizer Familienunternehmen ist dabei seinem Gründungsstandort Arbon immer treu geblieben. Drehte sich in der Anfangszeit noch alles um Siebträgermaschinen werden heute vom Unternehmen etwa 15 000 hochwertige Vollautomaten sowie Private-Label-Maschinen gefertigt. Neben der Schweiz erreichen die Maschinen mit Hilfe von Tochterunternehmen und Händlern vorrangig Kunden aus Deutschland, den Beneluxstaaten, England und Skandinavien. Die 80 Mitarbeiter erwirtschaften so jährlich einen Umsatz von circa 22 Millionen Franken.
Die hochwertigen Kaffee- und Heißgetränkemaschinen kommen z. B. in der Gastronomie zum Einsatz, stehen in Frühstückbereichen von Hotellerie oder gewerblichen Orten wie Kantinen, Friseursalons, in Bäckereien und Convenience Stores. Stärker in den Fokus gerät dabei der „Office Coffee Service“ – also die Bereitstellung von Automaten in Büros. Immer mehr Firmen möchten ihren Mitarbeitern somit hochwertig produzierten Kaffee zur Verfügung stellen. Doch ganz unabhängig vom Einsatzzweck müssen die Maschinen zuverlässig und leicht bedienbar sein. Dabei können die Kunden neben Standardgeräten aus Kleinserien auch ganz individuelle Maschinen und Designs aus dem Private-Label-Bereich in Auftrag geben. Die Entwicklung geht weg von Massenstandards hin zu exklusiven Lösungen. Die Aequator AG hat diesen Trend erkannt und setzt auf die Herstellung variantenreicher Automaten. Dabei kommt dem Automatenhersteller sein flexibles ERP-MES-System zugute.

Variantenvielfalt ist auf der Produktionsseite mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. Nicht nur die weiterhin gewünschten Standardmodelle aus Kleinserien sollen angeboten werden. Gleichzeitig will das Unternehmen dem Kundenwunsch nach einzigartigen Maschinen und Designs Rechnung tragen und die hohen Ansprüche an die Qualität erfüllen. Da das Unternehmen sich als Prämisse gesetzt hat, ausschließlich auf Kundenauftrag zu produzieren, kommt es vor allem auf kurze Durchlaufzeiten und somit auf präzise Planungen an. Die mehrstufige Produktion in enger Verzahnung mit der Entwicklung zählen in der Herstellung zu den größten Herausforderungen. Das geht nur mit der Unterstützung durch ein leistungsfähiges IT-System, kombiniert mit einem hohen Automationsgrad. Aequator entschied sich für die ERP-MES-Lösung PSIpenta. Unterstützt durch ein integriertes KANBAN-System gelingt es der Software, die Produktion und Entwicklung bei geringen Durchlaufzeiten präzise zu steuern beziehungsweise Aufträge und gewünschte Varianten managen zu können.
Präzise Planung im Fokus
Der Schlüssel zur Produktionsplanung und -steuerung ist das ERP-MES-System PSIpenta sowie ein integriertes elektronisches KANBAN-System. Für die Planungsprozesse ist neben dem Auftrags- und dem Variantenmanagement der Leitstand ein zentrales Element. „Der Leitstand hilft uns, sehr flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können und die aktuelle Auslastungssituation für alle Mitarbeiter übersichtlich darzustellen“, erläutert Andreas Alge, CFO und Leiter Prozessmanagement bei Aequator.
Pro Produktgruppe montiert Aequator die Maschinen im „One-Piece-Flow“ auf sogenannten Produktionsbändern. Genauer gesagt ist dies eine Lean Production. Logistisch basiert sie zwar auf einer Fließbandfertigung, ermöglicht aber zu einem gewissen Grad unabhängige Teamarbeit oder wird zur Jobrotation eingesetzt. „Auf gewissen Bändern produzieren wir bis zu zehn unterschiedliche Maschinenvarianten und da wiederum bis zu sieben Kundenvarianten“, beschreibt Alge. „Die Vielfalt ist folglich riesig. Doch dank unseres Planungssystems produzieren wir alles bis zur Losgröße 1 ohne Umrüstung am Band“.

Das Auftragsmanagement übermittelt die Kundenaufträge an den Leitstand, der sie in Fertigungsaufträge überführt und in der Abfolge ihres Produktionszeitpunkts auflistet. Anschließend passt die Leitstelle die Produktionszeit jedes Auftrags entsprechend der Ressourcenauswahl an und visualisiert den Bearbeitungsstatus. Daraus wird auch ersichtlich, wann die Fertigstellung der jeweiligen Aufträge voraussichtlich erfolgen wird und ob diese dem Plan bzw. den zugesagten Lieferterminen entsprechen. Der Förderbandadministrator kann über den Leitstand der Bänder selbstständig den Betrieb starten, unterbrechen oder stoppen. Nach Abschluss des Fertigungsauftrages wird das Material im ERP-System verbucht und die Maschinen werden systemtechnisch als fertig gemeldet. Durch die Logistik erfolgt dann die Buchung ans Lager beziehungsweise an das Versandlager. Durch den Leitstand wird die Feinplanung optimiert:
- Ressourcenplanung gegen begrenzte oder unbegrenzte Kapazität
- Vielfältige Möglichkeiten zur Simulation und zum Vergleich unterschiedlicher Szenarien
- Umfangreiche Visualisierungsmöglichkeiten in Gantt-Ansichten und Tabellen
- Flexible Konfigurationsmöglichkeiten von Ansichten und Systemverhalten
- Integriertes Schnittstellen-Framework und Reporting
- Projektspezifische Erweiterbarkeit des Datenmodells über ein Webportal
Das Modul Leitstand
Knappe Zeitvorgaben, hoher Preisdruck, stringente Qualitätsvorgaben: Das Korsett produzierender Unternehmen ist eng geschnürt. Insbesondere in der Fertigungsfeinplanung kommt es daher darauf an, die zur Verfügung stehenden Ressourcen und Kapazitäten effizient einzusetzen und kontinuierlich im Blick zu behalten.
Koppelbar an ein beliebiges ERP-System geht PSIpenta/Advanced Scheduling & Monitoring deutlich weiter als gängige Leitstand-Lösungen. Neben einer individuell definierbaren „Frozen Zone“ und einer Planung gegen begrenzte Kapazitäten bietet das Planungstool vielfältige Simulationsmöglichkeiten, die sich bei Bedarf durch KI-Methoden erweitern lassen. Modul entdecken
Agile Software motiviert Mitarbeiter
Als zentrales IT-System unterstützt PSIpenta den Kaffeehersteller nicht nur in der operativen Abwicklung von Kundenaufträgen über die gesamte Lieferkette. In den Schnittstellen zur Entwicklung und zur Buchhaltung ist die Software auch eine große Hilfe. „Gerade bei der täglichen Arbeit hilft uns das System sehr. Entsprechend hoch ist die Zufriedenheit“, so Alge. Noch 2021 wird das Unternehmen auch auf die Version 9 migrieren. Unter anderem wird dem Unternehmen dann auch das sogenannte PSI-Click-Design zur Verfügung stehen, mit dem sich die Benutzeroberflächen in Abhängigkeit von Aufgabenstellungen und Vorlieben individuell zusammenstellen lassen.
Besonders profitiert Aequator von der Flexibilität der Produktsuite. Denn das Unternehmen befindet sich mitten in einem großen Wandelprozess: „Für die Erschließung neuer Märkte verändern wir unser Produktspektrum und passen die Organisationsstruktur unseren Zielen an. In diesem Wandel sind wir auch auf ein verlässliches ERP-System angewiesen – als Datengrundlage für die einzelnen Prozesse. Das gelingt nur, wenn das System selbst flexibel genug ist, um neue Strukturen und Prozesse abzubilden und zu unterstützen.“
Das Modul PSI-Click-Design
Mit einem intuitiven grafischen Editor können Sie Ihre Benutzeroberflächen individuell zusammenstellen und Dialoge auf das Wesentliche reduzieren.
Komplexe Veränderungen an der Oberflächenstruktur und einfache Anpassungen von Menüs, Listen- und Tabellendialogen können zur Laufzeit per Drag & Drop vorgenommen und in Profilen gespeichert werden. Benutzerdefinierte Oberflächen können so an die individuellen Erfordernisse Ihrer Workflows angepasst und mittels WORA-Technologie über Web, Mobile und Rich-Client bedient werden. Modul entdecken
Wie macht PSIpenta Ihnen das Leben leichter?
Flexibel in die Zukunft
Als Auftragsfertiger hochwertiger Produkte sind die Ansprüche der Aequator AG an IT und Automatisierung alltäglicher Arbeiten groß. Mit anderen Worten, das Unternehmen hält mit der ERP-MES-Lösung PSIpenta eine Software in der Hand, die die hohen Ansprüche an Produktion und Qualität erfüllt – die Grundlage für die notwendige Flexibilität und Wandelbarkeit ist gegeben. Die Schweizer werden durch die agile Software in die Lage versetzt, auf zukünftige Prozesse flexibel zu reagieren, sie zu gestalten bzw. zu steuern und so auch weiterhin erfolgreich am Markt zu bestehen. Das Traditionsunternehmen ist bestens gerüstet und wird die lange Erfolgsgeschichte in der Welt der Kaffeemaschinen weiterschreiben.

- Geschäftsfeld: Kaffeeautomatenherstellung
- Produkte: Vollautomaten, Private-Label-Maschinen
- Mitarbeiter: 80
- Standort: Arbon, Schweiz
- Umsatz: 22 Millionen Franken
- Gründung: 1933
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