ERP-Einführung

Digitale Transformation im Mittelstand meistern

Digital, integriert, authentisch – Scopevisio stellt sich vor
24.10.2023 - von Alexander Kintzi
Lesedauer:  8 Minuten
ERP 5 23 Interview Scopevisio
Das Team der Scopevisio AG

Alexander Kintzi, Chief Sales Officer der Scopevisio AG, spricht mit GITO darüber, wie die Zukunft von ERP-Systemen in den nächsten fünf Jahren aussehen könnte und was es mit dem Motto „Simplify your business“ auf sich hat. Scopevisio ist als Hersteller und Anbieter von Cloud-Unternehmenssoftware heute in einer Vielzahl von Branchen tätig und punktet mit Qualität „made in Germany“.

Herr Kintzi, was verbirgt sich hinter der Scopevisio AG?

Scopevisio ist ein innovativer Hersteller und Anbieter von Cloud-ERP Software für mittelständische Unternehmen aus Bonn. „Simplify your daily business“ – das ist das Motto bei Scopevisio. Den Unternehmen sollen insbesondere die wiederkehrenden Routineaufgaben durch Automatisierung abgenommen werden, sodass sie sich auf ihr Kerngeschäft und auf kreative Arbeit konzentrieren können. 

Was sind die Ziele der Scopevisio AG?

Unsere Mission ist es, für Mittelständler stets ein strategischer Partner auf Augenhöhe für die Evaluierung, Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten mittels unserer ganzheitlichen, betriebswirtschaftlichen Software zu sein.

Unser Unternehmensziel ist es, auch in der Zukunft mehr als doppelt so stark zu wachsen wie der Markt für Unternehmenssoftware und damit weitere Marktanteile und Sichtbarkeit im deutschsprachigen Raum gegenüber den großen SW-Herstellern wie SAP, Microsoft, Workday zu gewinnen.

Herr Kintzi, warum engagiert sich Scopevisio so im Bereich ERP für KMU? Ist das nicht ein Spezialthema?

ERP ist in der Tat ein Spezialgebiet, aber genau deshalb sind wir darin engagiert. Es gibt einen wachsenden Bedarf an integrierten Lösungen, die die Geschäftsprozesse zusammenführen und optimieren. Wenn man sich allerdings die Anbieter von ERP-Software genau anschaut, gibt es nur sehr wenige Softwarehersteller weltweit, die die gewünschte Bandbreite an Funktionsbereichen integriert in EINEM System für mittelständische Unternehmen anbieten. 

Was sorgte für den Durchbruch von Scopevisio?

Es ist schwer, den genauen Zeitpunkt oder auch die ausschlaggebende Leistung für den Durchbruch zu benennen, da wir uns permanent in einem dynamischen Umfeld beweisen müssen. 

Aber sicherlich gehörte die Abbildung des durchgängigen, teamübergreifenden Prozesses von „Lead to Cash“ also vom Erstkontakt über Vertriebschancen bis hin zum Auftrag und dessen Abrechnung, zu den wegweisendsten Momenten unseres Unternehmenserfolgs.

Was gefällt Kunden an Ihrem Angebot besonders gut?

Geringe Anfangsinvestitionen und reduzierter IT-Administrationsaufwand sind zwei Faktoren, die unsere Kunden besonders schätzen. Cloud-Anwender optimieren nämlich ihre IT-Fixkosten. Sie müssen zum Beispiel keine Server und Netzwerkkomponenten anschaffen und warten. Die benötigten Kapazitäten an Rechenleistung und Speicher stellen wir als Cloud-Anbieter im zertifizierten Rechenzentrum zur Verfügung.

Flexibilität und Skalierbarkeit sind zwei weitere Punkte, die unsere Kunden wertschätzen. Per Klick können neue Nutzer einfach freigeschaltet oder reduziert werden. Scopevisio ist einfach erweiterbar und ideal für wachstumsstarke Unternehmen geeignet. Filialen oder weitere Firmenstandorte können problemlos an die mandantenfähige Software angebunden werden.

Ein weiterer Punkt ist die mobile Nutzung, denn Scopevisio kann unabhängig von Ort, Zeit oder Endgerät genutzt werden. Echtzeitdaten stehen auf Knopfdruck zur Verfügung. Verteilte Standorte oder Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten mit demselben System und mit derselben Datenbasis.

Weiterhin ist die Erhöhung der Datensicherheit ein Punkt, der unseren Kunden besonders wichtig ist und der mit Scopevisio erfüllt wird. Als ISO-zertifizierter Anbieter kümmern wir uns um die Themen Sicherheit und Ausfallschutz. Aus diesem Grund wird Scopevisio auch im deutschen Rechenzentrum gehostet und nicht im Ausland. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt, wodurch insbesondere KMU ein höheres Niveau an Datensicherheit erreichen.

Auf welche Softwarefunktionen oder Leistungen sind Sie besonders stolz?

Das „Scopen“ – ist wie Googeln, nur bezogen auf die Suche von internen Unternehmensinformationen in unserer ERP-Software.  Die Einführung eines einzigartigen Customer Lifetime Service im letzten Jahr ist an dieser Stelle eine weitere Leistung, mit der wir für unsere Kunden einen Mehrwert schaffen konnten. Dabei handelt es sich um eine Dienstleistung, die darauf abzielt, Kunden über ihre gesamte Kundenlebensdauer hinweg zu betreuen und zu unterstützen. 

Welche große Neuerung ist für die nächsten zwei bis drei Jahre geplant?

Im Fokus steht die Einbindung weiterer Elemente der Künstlichen Intelligenz wie der sprachgesteuerte Chatbot, beispielsweise zur Erstellung von Ad-hoc-Auswertungen oder Lageberichten für die Geschäftsleitung auf Basis aller verfügbaren Echtzeitdaten in der Unternehmenssoftware. 

Mit welchen Drittprodukten kann man Ihr System koppeln? Auf welche Technologien setzen Sie dabei?

Grundsätzlich verfolgen wir mit unserer integrierten Unternehmenssoftware das Ziel viele isolierte Softwareinseln in Unternehmen abzuschaffen und unnötige, teure Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen zu obsolet zu machen.  Sollten es aber dennoch sinnvoll sein, vorgelagerte oder nachgelagerte Systeme anzubinden, setzen wir auf die offene REST-API Schnittstelle und können hierüber jegliche Drittsysteme an unsere Software anbinden. 

Auf diese Weise werden zum Beispiel eine DATEV-Schnittstelle in Richtung Steuerberater, Hubspot-Schnittstelle von Marketing in unsem Scopevisio CRM System für die automatisierte Anlage von Leads und digitales Lead Nurturing sowie diverse Gastssystemen in Hotels (PMS) oder Krankenhausinformationssystemen (KIS) genutzt.

Ebenso ist auch der klassische Dateiimport und -export gemäß den Möglichkeiten der Drittprodukte nutzbar.

Was sind die drei häufigsten Barrieren die eine schnelle erfolgreiche Implementierung verhindern?

Barrieren, die auftreten können, sind zum Beispiel eine unzureichende Planung beziehungsweise unklare Definition der Anforderungen sowie unzureichende Discovery-Gespräche vor Projektbeginn. Auch Fehleinschätzung des Mitwirkungsaufwandes auf Kundenseite kann eine Herausforderung darstellen. Des Weiteren ist auch eine fehlende Änderungsbereitschaft für die Nutzung einer neuen Software auf Kundenseite hinderlich für eine erfolgreiche Implementierung.

In welchen Branchen können Sie besonders gut Vorteile für Ihre Kunden erzielen?

Aufgrund der langjährigen Erfahrungen unserer Berater und Entwickler mit Hotels, Krankenhäusern, Kliniken und sozialen Einrichtungen sowie mit Beratungsunternehmen und IT-Dienstleistern profitieren Kunden aus diesen Branchen von vordefinierten, branchenspezifischen Reports sowie von Tipps und Tricks in der Individualisierung der Arbeitsbereiche in unserer Software.

Was macht Scopevisio so einzigartig?

Entgegen nahezu aller anderen existierenden ERP-Anbieter in Deutschland wie SAP, Microsoft, Sage oder Oracle haben wir von unserer ersten programmierten Code-Zeile an eine Multimandantenfähige Cloud-Lösung mit entsprechender Software-Architektur entwickelt. Das bedeutet, dass wir keine Altlasten wie andere Anbieter im Sinne eines ursprünglichen On-Premise-Systems haben, das technologisch in eine Cloud überführt werden muss. Vielmehr konzentrieren wir uns in all unseren Weiterentwicklungen der Lösung stets darauf, dass Funktionalitäten über die gesamte Kundenbasis hinweg skalierend eingesetzt werden können – das ist der riesige Vorteil einer Multimandanten-fähigen Cloud-Lösung.

Haben sich Ihre Ziele in den letzten 2 Jahren verändert?

Nein, wir haben unsere Ziele in den letzten Jahren nicht verändert. Wie bereits erwähnt ist es unser Ziel, auch in der Zukunft mehr als doppelt so stark zu wachsen wie der Markt für Unternehmenssoftware und damit weitere Marktanteile und Sichtbarkeit im deutschsprachigen Raum zu gewinnen.

Dazu verfolgen wir neben dem organischen Umsatzwachstum auch das Ziel, weitere branchenspezifische Softwareanbieter mit proprietärer On-Premise-Technologie zu übernehmen und anschließend die Kunden auf unsere cloudbasierte Scopevisio Software zu migrieren.

Wie wollen Sie zukünftig am Markt wahrgenommen werden? 

Auch in den nächsten Jahren möchten wir weiterhin als der strategische Partner für den deutschsprachigen Mittelstand im Markt der Unternehmenssoftware wahrgenommen werden. Dabei werden wir uns als der lokale Cloud- Finanzbuchhaltungs- und ERP-Champion positionieren. 

Wo sehen Sie die Zukunft von ERP-Systemen in den nächsten fünf Jahren?

Mit der Fortschreitung von KI und Maschinellem Lernen sehen wir eine Zukunft, in der ERP-Systeme nicht nur Geschäftsprozesse automatisieren, sondern auch proaktive Entscheidungen unterstützen, die den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Ganz klarer Trend: das gesammelte Cloud-Unternehmenswissen mit Daten und Prozessen bestmöglich als Datenbasis für intelligente Unternehmensplanung vorantreiben. Hier analysieren wir die Lage genau und sind gespannt auf die vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch Tools wie ChatGPT ergeben. Aktuell arbeiten wir zudem eng mit unseren Kunden und Servicespezialisten daran, aus den vielfältigen Daten im Unternehmen smarte, branchenspezifische Dashboards zusammenzustellen, die dabei helfen, das Reporting und die Planung im Unternehmen in Echtzeit zu vereinfachen.

Wie helfen Sie Ihren Kunden, mit dem Fachkräftemangel gerade in kaufmännischen Berufen umzugehen? Wie kann es gelingen, den Anforderungen nach immer mehr Flexibilität und Individualität gerecht zu werden?

Mit unserer cloudbasierten Software können unsere Kunden ihren Arbeitnehmern das mobile Arbeiten von überall und jederzeit ermöglichen. Damit kommen wir auch dem Wunsch der Arbeitnehmer unter anderem nach Flexibilität von Arbeitszeiten und -orten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach.

Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die Erhöhung der Erfolgschance für Arbeitgeber, Talente überregional und grenzüberschreitend für sich zu gewinnen, weil nicht zwingend ein Ortswechsel der Arbeitnehmer erforderlich ist.

Sie haben dieses Jahr am Wettbewerb „ERP-System des Jahres“ teilgenommen. Was waren besondere Highlights des Wettbewerbs für Sie?

Die Möglichkeit, sich mit anderen führenden Anbietern zu messen und Feedback von hochkarätigen Experten in der Jury sowie von den Kunden zu erhalten. Sehr gut empfanden wir auch die Bewertung anhand der verschiedenen Dimensionen wie Ergonomie, Architektur, Offene Schnittstellen, Kundennutzen und Brancheneignung, die bei der Bewertung der Jury eingeflossen sind. Es hat die teilnehmenden ERP-Anbieter gewaltig gefordert, um aufs Siegertreppchen zu kommen. Die erhaltene Auszeichnung ist für die Scopevisio eine außerordentliche Bestätigung der harten Arbeit unserer Teams, in den letzten Monaten und Jahren immer besser zu werden und höheren Kundennutzen zu erzielen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

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