ERP-Betrieb

Erfolgreiche Internationalisierung mit ERP

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Immer mehr deutsche Industrieunternehmen drängen auf ausländische Märkte. Das betrifft nicht nur Großkonzerne, sondern zunehmend auch den deutschen Mittelstand. Ohne ein geeignetes ERP-System ist dieser Schritt für viele Betriebe undenkbar. Darauf haben sich ERP-Anbieter eingestellt und rüsten sich nun selbst für eine aktive Internationaliserung ihrer Geschäfte. Der deutsche Mittelstand hat sich auf die Globalisierung der Märkte eingestellt. Im europäischen Vergleich sind sie überdurchschnittlich stark international engagiert (Studie der KfW-Bankengruppe 2006). Dabei geht es nicht mehr vorrangig um Kostenersparnisse durch Produktionsverlagerungen, sondern um die Erschließung neuer Absatzmärkte. Technischer Fortschritt, sinkende Produktions- und Kommunikationskosten haben die Fixkosten wesentlich reduziert und Markteintrittsbarrieren entscheidend gesenkt.

Lokalisierung vs. Internationalisierung
Jedes dritte Unternehmen geht davon aus, eine erfolgreiche Internationalisierung künftig nur mit Enterprise Resource Planning-Software (ERP) schaffen zu können. Das war das Ergebnis der Studie „IT-Trends 2009”, die von Steeb, IT-Mittelstand und Handelsblatt.com durchgeführt wurde. Lange Zeit folgten IT-Anbieter ihren Kunden ins Ausland ohne eine eigene, internationale Strategie zu verfolgen. Sie beschränkten ihr Aktivitäten auf die aufwendige Lokalisierung ihrer Lösungen in konkreten Geschäftssituationen, also die Nachrüstung bzw. Angleichung ihrer Produkte, um der Sprache, den kulturellen Anforderungen oder gesetzlichen Bestimmungen des Zielmarktes zu entsprechen. Nicht nur Oberfläche und Dokumentation müssen dann übersetzt werden, sondern z.B. auch numerische, Datum- und Zeitformate beachtet, andere Währungen berücksichtigt oder Symbole (die in einem anderen Kulturkreis bspw. unangemessen sind) angepasst werden. Dabei bedeutet die Lokalisierung einer Software einen enormen Aufwand sowohl für den Softwarelieferanten als auch für den Kunden. Doch auch die IT-Unternehmen entdecken im Ausland zunehmend neue Absatzmärkte und bereiten sich auf ein internationales Geschäft vor. Davon profitieren auch ihre deutsche Kunden. Die Internationalisierung eines Unternehmens ist eine weitreichende, strategische Entscheidung. Der technischen Aufrüstung des Produkts gehen die Marktanalyse und Festlegung der Unternehmensziele voraus. Welche Länder bieten Potenziale für eine effiziente Marktbearbeitung? Welche Unternehmen sollen dort angesprochen werden? Wie ist der Markt hinsichtlich der Unternehmensgrößen und Branchen strukturiert? Wie sieht die Wettbewerbssituation in den entsprechenden Ländern aus? Welche kulturellen Besonderheiten müssen beim Marktangang und später bei der Lokalisierung beachtet werden? Welche gesetzlichen Gegebenheiten müssen beachtet werden? Kann ich meine Produkte dort selbst vertreiben, oder organisiere ich den Vertrieb, Service und Aftersales über Partnerfirmen? Diese und weitere Fragen müssen zufriedenstellend beantwortet werden um sich der unternehmerischen Aufgabe „Internationalisierung“ zu stellen.

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