Digitalisierung

Folge 8: Wie wird die IT betrieben?

Lesedauer:  2 Minuten
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Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gronau ist Inhaber des Lehrstuhls für Prozesse und Systeme an der Universität Potsdam. Er ist häufiger Key- note Speaker und Gründer der auf Trusted Advisory spezialisierten Potsdam Consulting Advisory GmbH. Zu seinen Kunden zählen Familienunternehmen wie Bahlsen und die Meyer Werft, Konzerne wie Universal Music, Daimler und Lufthansa Technik sowie öffentliche Einrichtungen wie die Landeshauptstadt München und das Land Niedersachsen. Er hat Bücher zu Geschäftsprozessmanagement, ERP und Wissensmanagement verfasst und ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften ACATECH. E-Mail advisor@potsdam-consulting.de

Bei komplexen Projekten kommt es häufig auch zu wesentlichen Änderungen der eingesetzten Informationssysteme. Spätestens, wenn wesentliche Erweiterungen der Hardware anstehen, stellt sich die Frage nach dem Betriebsort der IT. 

Empfehlenswert ist es, diese Frage nicht spontan und aus dem Bauch heraus zu entscheiden. In den allermeisten Fällen sind die Daten beim professionellen Dienstleister im Rechenzentrum in Deutschland sicherer als bei der heimischen IT. Letztere muss sich häufig um viele andere Dinge mitkümmern und hat meist wenig Zeit für den aktuellen Stand des Wissens zum Betrieb eines Data Center. Um das Thema angemessen zu entscheiden, sind drei Fragen zu klären:

  • Wie wird sich das Business, insbesondere die dort entstehende Datenmenge entwickeln?
  • Wie stark ist der Einfluss der IT auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit?        
  • Wie professionell soll in Zukunft die eigene IT-Mannschaft aufgestellt sein?

In vielen Fällen weisen die Antworten auf diese Fragen in Richtung externer Betrieb der IT-Infrastruktur, ob als Co-Location oder als echtes Outsourcing. 

Hier möchte ich genauer auf den Fall eingehen, dass der Betrieb der Infrastruktur in eigener Hand bleiben soll. Auch dafür kann es gute Gründe geben, dennoch muss Vorsorge für die Zukunft getroffen werden. Das betrifft Fragen der Anpassungsfähigkeit genauso wie die Qualifizierung des eigenen Personals. Leider kommt es immer wieder vor, dass Unternehmerinnen und Unternehmer hier nicht weit genug denken. Der Fachkräftemangel ist in der IT besonders groß, denn beim Betrieb der IT-Infrastruktur können Angelernte oder Umgeschulte meist keinen wertvollen Beitrag liefern.

Daher sollten Unternehmen, die auch in Zukunft ihre eigene IT betreiben wollen, schon jetzt die Fachkräfte dafür allokieren, die sie in einigen Jahren dringend brauchen werden.


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