Dass Tradition und Innovativität keine Gegensätze sein müssen, zeigt das schwäbische Familienunternehmen Robert Plersch Edelstahltechnik GmbH. Vor über 200 Jahren gegründet, setzt der Spezialist für Blechbearbeitung bereits seit 2016 auf innovativste Industrie-4.0-Technik. Die zentrale Datengrundlage für die smarten Maschinen liefert die ERP-Lösung der Asseco Solutions.
Ob Laserschneiden, CNC-Abkanten, Schweißen oder individuelles Oberflächenfinish: Die Robert Plersch Edelstahltechnik GmbH bietet ihren Kunden aus Branchen wie Maschinenbau und Medizintechnik ein maßgeschneidertes Leistungsangebot zur Verarbeitung von Stahl, Edelstahl und Aluminium.

Knapp einhundert Mitarbeiter kümmern sich in der Zentrale in Hawangen um die Fertigung von Komponenten und Baugruppen für verschiedenste Einsatzzwecke. Die Bearbeitung der Kundenaufträge erfolgt bei Plersch hochgradig kundenindividuell, sodass hohe Automatisierungsgrade unerlässlich sind.
In diesem Kontext erkannte das Unternehmen bereits früh die Bedeutung von Zukunftsthemen wie der smarten Fertigung. Einen der Grundsteine für die Realisierung seiner Industrie-4.0-Strategie legte Plersch mit der Einführung der Asseco-Lösung APplus.
Datenzentrale für smarte Maschinen
Zuvor war bereits der Maschinenpark des Unternehmens erneuert und auf smarte Trumpf-Anlagen umgestellt wurden, die nativ über eine eingebaute Intelligenz verfügen. So sind die Maschinen unter anderem in der Lage, sich bezüglich freier Kapazitäten untereinander abzustimmen und zurückzumelden, auf welche Maschine ein bestimmter Auftrag idealerweise gelegt werden sollte. Auch entscheiden sie selbstständig, wie genau mehrere Kundenaufträge auf einer Materialtafel angeordnet werden sollten, um möglichst wenig Verschnitt zu erzeugen.
Diese native Intelligenz wird seither mit APplus unterstützt. Die Asseco-Lösung stellt die Informationszentrale für die smarten Maschinen dar und versorgt sie mit allen benötigten Angaben und Inhalten wie Auftragsdaten und Zeichnungen, auf deren Basis die Anlagen wiederum ihre Entscheidungen treffen. Auch nach Abschluss des Auftrags interagiert APplus mit den smarten Maschinen und verarbeitet beispielsweise die Mengen- und Zeitrückmeldungen der Anlagen weiter.

Auftragsdurchlaufzeit um mehr als 80 Prozent gesenkt
Neben der Industrie-4.0-Integration konnte auch die Auftragsdurchlaufzeit von der Auftragserfassung bis hin zum Fertigungsprozess von durchschnittlich drei Tagen auf unter einen halben Tag reduziert werden. Möglich wurde dies durch die Nutzung der APplus-Dashboards.
Diese zeigen jedem Prozessbeteiligten unmittelbar den aktuellen Status eines Auftrags an. Wurde ein Bearbeitungsschritt ausgeführt, lässt sich der Status des Auftrags erhöhen, sodass der nächste zuständige Mitarbeiter diesen wiederum in seinem Dashboard findet. In der Vergangenheit wurden die Aufträge ausgedruckt und papierbasiert an die nachfolgenden Prozessstufen weitergegeben.
Fertigungsprozess optimiert
Auch die Prozesse in der Fertigung erfolgten in der Vergangenheit papierbasiert, die Werker stimmten sich informell über anstehende Aufträge ab. Heute erfolgt die Feinplanung mithilfe der integrierten APplus-Partnerlösung GANTTPLAN. Sowohl die Prozesseffizienz als auch die Auslastung der Kapazitäten konnte dadurch verbessert werden. So ist Plersch heute in der Lage, Aufträge zeitnah unter Angabe des Liefertermins zu bestätigen sowie bei Rückfragen jederzeit schnell Auskunft zu geben.
„Unsere Maschinen sind smart – doch in der Praxis können wir das volle Potenzial nur dann ausschöpfen, wenn die vor- und nachgelagerten Prozesse ebenfalls auf smarte Art und Weise durchgeführt werden“, resümiert Conni Albrecht, Leiterin Controlling bei Plersch. „Mit APplus haben wir eine Lösung gefunden, die genau dies ermöglicht und so für die notwendige Effizienz in unserem Gesamtprozess sorgt.“
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