ERP-Einführung

Werner Sobek digitalisiert mit KUMAVISION

Internationale Unternehmensgruppe setzt auf ERP zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse
27.05.2022
Lesedauer:  6 Minuten
Success Story Kumavision – Werner Sobek
©Werner Sobek, Stuttgart

Die Zukunft fest im Blick

Die eleganten Kelchstützen von Stuttgart 21 aus über 800 Kubikmetern Beton, die in 25 Metern Höhe schwebende Dachkonstruktion des Kuwait International Airport oder die filigrane Glasfaserfassade des 246 Meter hohen Aufzugstestturms von ThyssenKrupp: Alle Projekte des Unternehmens Werner Sobek vereinen Engineering, Design und Nachhaltigkeit in Perfektion. Rund 350 Mitarbeiter arbeiten in Stuttgart, Berlin, Dubai, Frankfurt, Hamburg, Istanbul, Moskau und New York an der Zukunft der Architektur. Damit auch die Business-Software diesen Ansprüchen gerecht wird, führte Werner Sobek zusammen mit KUMAVISION ein konzernweites Update durch, stellte bestehende Prozesse auf den Prüfstand und führte neue, zukunftweisende Funktionen ein.

Auf dem neuesten Stand

Vor mehr als 14 Jahren hat das Unternehmen die Branchenlösung für Projektdienstleister auf Basis von Microsoft Dynamics NAV eingeführt. Um die gestiegenen Anforderungen und die neue Struktur des stark gewachsenen Unternehmens abzudecken, hat sich der Ingenieur- und Designdienstleister für ein Update der Branchensoftware auf die neueste Version entschieden. „Die alte Software war einfach nicht mehr zeitgemäß und hat kaum Flexibilität geboten“, erklärt Oliver Göbel, CIO der Werner Sobek AG. Die Tochtergesellschaften enger zu vernetzen, Insellösungen zu ersetzen und die Finanzbuchhaltung zu zentralisieren, waren weitere Ziele des Projektes. KUMAVISION als Partner war beim Projekt von Anfang an gesetzt.

„Bereits seit vielen Jahren begleitet uns KUMAVISION, wir kennen das Vorgehen der Mitarbeiter und diese kennen unsere Prozesse.“ Ein weiterer Vorteil: KUMAVISION ist breit aufgestellt, verfügt über zahlreiche Standorte im DACH-Raum und zudem über weitreichende Erfahrung im internationalen Projektumfeld. „Mit so einem Partner an unserer Seite sind wir gut aufgestellt für aktuelle wie auch zukünftige Herausforderungen“, führt der CIO aus.

Projekte im Fokus

Rund 300 Projekte betreuen die Mitarbeiter von Werner Sobek im Jahr. Einige davon werden gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) abgerechnet. Mit dem HOAI-Modul steht dem Unternehmen nun eine Lösung für die komfortable Erfassung, Berechnung und Verwaltung der Projektkosten zur Verfügung. „Die Lösung erleichtert uns nicht nur die Neuanlage von Projekten, wir können auch sehr genau verfolgen, wie sich die Ist-Kosten gegenüber dem vereinbarten Honorar entwickeln – und so rechtzeitig eingreifen“, freut sich Göbel. Bei Budgetüberschreitungen wird zudem eine vom System automatisch generierte E-Mail an den jeweiligen Projektleiter geschickt. Und weil das HOAI-Modul nahtlos in Microsoft Dynamics integriert ist, profitieren die Projektleiter auch von einem verbesserten Überblick über alle Projekte direkt in der Branchensoftware. „Von Informationen zu den beteiligten Teammitgliedern über den aktuellen Leistungstand bis hin zu fälligen Rechnungen sehen diese alle wichtigen Kennzahlen und Aufgaben zu ihrem Projekt auf einen Blick.“ Auch das System für die Zeiterfassung ist direkt in die Software integriert. Eine bidirektionale Schnittstelle sorgt für einen nahtlosen Datenaustausch und macht manuelle Übertragungen und Mehrfachpflege überflüssig. Das spart Zeit und Personalkosten.

Nah am Standard

Ob bequeme Zeiterfassung inklusive Reisekostenabrechnung, eine vollständig integrierte Ressourcen- und Kapazitätsplanung oder konzernweite Auswertungen auf Basis aktuellster Daten – mit der neuesten Version der Branchensoftware stehen Werner Sobek viele praktische Funktionen für die tägliche Projektarbeit zur Verfügung. „Zudem haben wir mit einer modernen Software die Möglichkeit, von intelligenten Workflows sowie automatisierten Abläufen zu profitieren“, führt Göbel weiter aus. Nah am Standard zu bleiben, war bei der Einführung der neuen Lösung eine der wesentlichen Voraussetzungen. „Auf diese Weise wollen wir auch zukünftig die Updatefähigkeit sicherstellen. Zudem haben wir bei unserer alten Software gesehen, dass Anpassungen viel Zeit und Geld kosten – und nicht immer zwingend die beste Lösung darstellen.“ Zusammen mit den erfahrenen Consultants von KUMAVISION haben Göbel und sein Team daher die bestehenden Prozesse genau unter die Lupe genommen und gemeinsam mit den Key-Usern entschieden, wo Abweichungen vom Standard sinnvoll sind und wo nicht. „So konnten wir vermeiden, tiefere Änderungen an der Businesslogik der Software vorzunehmen, und haben nur einzelne Komfortfunktionen ergänzt.“ Neben der Anzahlungsverwaltung betreffen die Anpassungen beispielsweise die Einführung eines Ampelsystems für die Kapazitätsplanung, mit dem hohe Auslastungen farblich hervorgehoben werden. Und auch bei der Ressourcenplanung zahlt sich die Anpassung aus. „Denn das neue System prüft regelmäßig, ob Ressourcen und Zeitplan stimmig sind“, erklärt Göbel. „Auf diese Weise entdecken wir Abweichungen frühzeitig und können alle Projekte auf Basis aktueller Entwicklungen steuern.“

Agiles Vorgehen

Firmenstammsitz von Werner Sobek ist in Stuttgart. Dort befindet sich auch die zentrale IT-Abteilung des Unternehmens, welche die komplette IT-Administration übernimmt. Daher war es nur folgerichtig, dass auch das Update-Projekt von dort aus geleitet wurde. „Wir haben die Hauptgesellschaft in Stuttgart gemeinsam mit den Niederlassungen in weniger als einer Woche mit der Unterstützung von KUMAVISION auf die neueste Version hochgezogen“, gibt Göbel Einblick in das Projektvorgehen. „Frankfurt wurde aufgrund seiner Größe und der damit verbundenen Komplexität zehn Monate später komplett remote upgedatet.“ Eine der größten Herausforderungen bei dem Update war die Datenmigration. „Wir haben die Umstellung auf die neue Software zum Anlass genommen, die Datenplausibilität zu prüfen und zu optimieren“, so Göbel.

S21 Copyright Werner Sobek Stuttgart Kopie
©Werner Sobek, Stuttgart

„Denn in den vergangenen Jahren haben sich einige Unstimmigkeiten eingeschlichen. Diese zu bereinigen – dafür war das Update ein guter Anlass.“ Um auch in der neuen Version alle buchhalterischen Daten und Projektdaten verfügbar zu haben, sah der Plan eine dreistufige Migration vor. Umfangreiche Tests stellten dabei sicher, dass die Daten fehlerfrei sind. Das agile Projektvorgehen war ein echter Gamechanger: Kürzere Entscheidungswege und ein lösungsorientiertes Vorgehen haben sich für Werner Sobek bezahlt gemacht. „Bei einem solch komplexen Vorhaben wie der Datenmigration muss man flexibel reagieren. Nur so kann man kleinere Fehler wie vertauschte Felder schnell beheben.“

Noch viel vor

Mit der neuen Software haben die Mitarbeiter Zugriff auf viele neue Funktionen, welche den Arbeitsalltag vereinfachen. „Auch die einfache Bedienbarkeit und die neue grafische Oberfläche überzeugen.“ Mit Abschluss des Update-Projektes endet für Göbel und sein Team die Arbeit jedoch nicht. „Wir haben in Zukunft viel vor. Weitere Projekte wie automatische Benachrichtigungen bei Überschreitung der verfügbaren Stundenanzahl durch die Mitarbeiter und eine verbesserte Einsatzplanung sind bereits in Vorbereitung.“ Um von erweiterten Funktionen im Bereich Reporting zu profitieren, soll in absehbarer Zeit die Business-Intelligence-Lösung Power BI eingeführt werden. Und mit Document Capture will Werner Sobek im ersten Schritt die Rechnungseingangsverarbeitung digitalisieren. Intelligente Workflows, optimierte Prozesse und automatisierte Abläufe: Die Software spielt eine zentrale Rolle bei der Restrukturierung von Werner Sobek und legt den Grundstein für die digitale Transformation.

„Wir vertrauen auch hierbei voll und ganz auf das Know- how und die Erfahrung von KUMAVISION. Als Impulsgeber von außen und um interne Denkmuster zu hinterfragen, können wir uns keinen besseren Partner vorstellen“, zieht Göbel ein Fazit.

Mehr erfahren über


Das könnte Sie auch interessieren

PSIpenta/ERP + MES bei AMA

PSIpenta/ERP + MES bei AMA

Unternehmenskennzahlen auf Knopfdruck
sponsored
Da die historisch gewachsene IT-Infrastruktur den Anforderungen der AMA Anlagenbau und Maschinenbau Amberg GmbH (AMA) nicht mehr gerecht wurde, hat das Unternehmen ein neues ERP-System einschließlich eines Moduls zur Personalzeiterfassung eingeführt. Durch die Nutzung selbst programmierbarer Groovy-Skripte kann das Unternehmen außerdem bewährte, individuelle Prozesse beibehalten, ohne den Systemstandard verlassen zu müssen. AMA wollte mit der Einführung eines neuen ERP-Systems einen zentralen Anlaufpunkt für sämtliche Informationen zu einem Kundenauftrag und für Unternehmenskennzahlen schaffen. Gut durchdachte, individuelle Prozesse, z. B. für die Nachkalkulation, sollten sich dabei möglichst in den Systemstandard übernehmen lassen. Denn die Kontrollrechnungen sind für den klassischen Lohn- und Auftragsfertiger im Bereich Zerspanung und CNC-Bearbeitung Grundlage für neue Angebotskalkulationen. Auftragsdurchlauf aus einem Guss Mit dem Java-basierten ERP-System ...
Mit Canias nicht den Faden verlieren

Mit Canias nicht den Faden verlieren

Betriebliche Effizienz steigern, Kosten senken & Wettbewerbsfähigkeit stärken
sponsored
Die IAS bietet mit Canias eine der flexibelsten Lösungen auf dem ERP-Markt an. Canias ist mehr als ein ERP-System – eine umfassende Business-Lösung, die ERP, IoT & Big Data vereint. Die Integration von Informationen, Kommunikation und Geschäftsprozessen überzeugt Kunden weltweit. Angetrieben von 35 Jahren Erfahrung, bietet IAS ihren Kunden auch in der Textilindustrie Lösungen, die mit den herausfordernden Bedingungen der Branche Schritt hält.
Hörluchs wächst rapide mit Haufe X360

Hörluchs wächst rapide mit Haufe X360

Hörakustik-Spezialist verdoppelt Auftragsmenge und vervielfacht Mitarbeiterzahl
sponsored
Als das alte System bei Hörluchs an seine Grenzen stieß, schlug IT-Partner Lutz Consulting Haufe X360 vor, um immer mehr Aufträge, Produkte und Mitarbeitende sowie immer komplexere Prozesse zu organisieren. Heute ist das Unternehmen Innovationsführer, agiert mit doppelter Geschwindigkeit wie früher und plant auch für die Zukunft mit Haufe X360. „Wir wollen weiter wachsen“, so Geschäftsführer Thomas Meyer. „Mit Haufe X360 steht uns alles offen.“ Über Hörluchs Hörluchs ist der deutsche Experte für maßgefertigte Otoplastiken, Gehörschutz, In-Ears und Zubehör für die Hörakustik. Von drei Mitarbeitenden 2010 wuchs das inhabergeführte Familienunternehmen aus Hersbruck auf heute über 190. Jeden Tag fertigt man an drei Standorten 2.500 Teile und setzt dabei auf individuelle Speziallösungen für Hörakustiker, Handwerker, Großkunden aus der Industrie und Profis in den Bereichen Arbeitssicherheit, Sport und Musik. Herausforderung Wachstum Immer mehr ...
S/4HANA Implementierung in Rekordzeit bei der SABO-Maschinenfabrik GmbH

S/4HANA Implementierung in Rekordzeit bei der SABO-Maschinenfabrik GmbH

All for One wurde mit dem SAP Quality Award „Rapid Time to Value“ ausgezeichnet
sponsored
Voll digitale und automatisierte Prozesse sind jetzt einfacher, schneller und übersichtlicher über alle Bereiche hinweg. Wie SABO die ERP-Lösung in nur 7 Monaten einführt und welche Vorteile daraus entstanden, lesen Sie im Erfahrungsbericht.
S/4HANA Migration: Kein Buch mit sieben Siegeln

S/4HANA Migration: Kein Buch mit sieben Siegeln

Mit einem prozessorientierten Ansatz sind Sie auf der sicheren Seite
sponsored
Bereits Ende 2027 wird SAP seine älteren Systeme nicht mehr unterstützen und stellt Unternehmen damit vor eine grundlegende Entscheidung: Entweder sie suchen nach einer alternativen ERP-Lösung oder sie steigen auf S/4HANA um, der neuen ERP-Generation von SAP. Sie bietet bei erfolgreicher Implementierung agile Services zur Datenintegration und Anwendungserweiterung sowie eingebettete Analysen und intelligente Technologien. Mit SAP-HANA verfügt sie zudem über ein relationales Datenbank-System, das Abfragen in Echtzeit ausführen kann.
Multichannel im Großhandel: ALPHAPLAN bei Maschinen Stockert

Multichannel im Großhandel: ALPHAPLAN bei Maschinen Stockert

sponsored
Nicht wenige Großhändler aus dem KMU-Segment nutzen die Möglichkeiten des Multichannel-Vertriebs noch nicht oder nur unzureichend. Das passt ins Bild vom allgemeinen Rückstand vieler Unternehmen in Sachen Digitalisierung, von dem immer wieder die Rede ist.