VELO DE VILLE, hinter der die AT Zweirad GmbH steht, setzt seit vielen Jahren auf Business-Software von Microsoft und treibt die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse vehement voran. So gelang es, die Strategie maximal individualisierter Fahrräder auf die Spitze zu treiben.
Bei VELO DE VILLE kann sich jeder Kunde sein Rad bis ins kleinste Detail selbst zusammenstellen. Das gilt nicht nur für Farbe, Rahmengröße oder Dekor, sondern auch für Schaltung, Display, Bremsen und viele andere Komponenten. Basis hierfür sind ein aufwendig gestalteter Onlinekonfigurator und der Variantenkonfigurator des Digitalisierungspartners COSMO CONSULT, der im Hintergrund die Vorgaben umsetzt. Letzterer ist Bestandteil der Branchenlösung „COSMO Diskrete Fertigung“. Seine Aufgabe liegt darin, eingehende Bestellungen als Fertigungsauftrag bereitzustellen, inklusive Stückliste und Arbeitsplan. Der Konfigurator beherrscht aktuell mehr als eine Milliarde Kombinationen. Am Ende prüft der Fachhändler das Rad nur noch, ändert gegebenenfalls die Konfiguration und bestellt per Knopfdruck – digital, sofort und fehlerneutral. Hohe Zugriffszahlen belegen, dass die Innovation vom Markt dankend angenommen wird.


Digitalisierung ist der Schlüssel für Wachstum
Was im Internet einfach aussieht, ist das Ergebnis kontinuierlicher Prozessoptimierung, die sich vor allem auf moderne, digitale Technologien stützt. Gemeinsam mit COSMO CONSULT gestaltete der Fahrradhersteller in den vergangenen 17 Jahren zentrale Abläufe – besonders entlang der Fertigungsprozesse – papierlos und frei von Systembrüchen. Basis hierfür ist eine Enterprise Resource Planning (ERP-)Software von Microsoft, die laufend aktualisiert und mit passenden Branchen- und Zusatzmodulen erweitert wird. VELO DE VILLE profitiert so von einer einheitlichen Datenhaltung und effizienten digitalen Prozessen. Ein besonderes Augenmerk lag dabei zuletzt auf der Auftragsfertigung. „Für uns ist es essenziell, dass unser ERP-System die Vielfalt unseres Baukastenprinzips abdeckt. Das ist eine zentrale Voraussetzung, um am Markt organisatorisch und kostentechnisch zu bestehen“, unterstreicht Volker Thiemann, Geschäftsführer von VELO DE VILLE den Stellenwert der Software. „Ohne eine moderne ERP-Lösung würden wir mit einem viel zu großen Lager und einer enormen Kapitalbindung arbeiten. Wir könnten unsere hoch optimierten Prozesse nicht umsetzen und wären kaum wettbewerbsfähig“, ergänzt Alain Thiemann, der zweite Geschäftsführer von VELO DE VILLE. Heute gibt es nur noch vereinzelt Teilprozesse, die nicht vollständig digital laufen.


Von Digitalisierung profitieren
Auch in der Produktion sind Informationsfluss und Aufgabenbearbeitung weitreichend automatisiert. Als Dreh- und Angelpunkt steht hier das ERP-System im Fokus. Es legt die Fahrbefehle für die Logistik fest und steuert über Sensoren das Montageband entlang der Fertigungsstrecke. Auch die Roboter in der Pulverbeschichtung erhalten die Details zu Rahmen, Farben oder Reihenfolgen direkt aus der Unternehmenssoftware. Da die einzelnen Fertigungsschritte permanent zurückgemeldet werden, bleibt die Fertigungsplanung stets über die aktuelle Situation informiert und kann Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen. Am Ende des Fertigungsprozesses genügen wenige Handgriffe, um die gefertigten Bikes zu versenden.

Ebenso entlasten digitale Lösungen die Mitarbeiter im Vertrieb: So fragen Fahrradhändler zum Beispiel häufig, wann ihre Bestellung ausgeliefert wird. Um den Kommunikationsaufwand zu reduzieren, ergänzte VELO DE VILLE die Systeme um ein webbasiertes Dealer-Portal.
Heute informieren sich Händler via Customer Self Service selbst über den aktuellen Status ihrer Bestellungen – und entlasten damit das Vertriebsteam. Bereits kurz nach Einführung sank die Zahl der Anfragen um rund 40 Prozent.
Weg in die Cloud ist vorgezeichnet
In Altenberge gilt das Motto: Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Längst hat der agile Fahrradhersteller das nächste Ziel anvisiert: die Migration auf die cloudbasierte Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics 365 Business Central. „Unser Geschäft ist saisonal geprägt. Von Februar bis August haben wir Hochkonjunktur. In der Cloud können wir die Kapazitäten flexibel erhöhen und unsere Prozesse weiter verschlanken“, unterstreicht Alain Thiemann die Bedeutung des Projekts. Weil das neue System besser ausgestattet sei, könne man zudem einen Teil der bislang genutzten Zusatzmodule zurückfahren, um zukunftssicher und kostensparend zu arbeiten.
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