Bei zahlreichen Change-Projekten ist Dr. ERPel aktiv oder als Beobachter eingebunden. Viele davon laufen positiv ab, weil viel geredet wird – über Ängste, Befürchtungen, Probleme. Doch nun hat Dr. ERPel ein Problem am Hals, das schwieriger zu lösen scheint.
Auch Männer können Zicken sein
Ein Geschäftsbereichsleiter, seit mehr als 15 Jahren in seiner Rolle aktiv, erlebt im Familienunternehmen eine neue Eigentümerstruktur, mit der auch zahlreiche Veränderungen verbunden sind. Gleichzeitig sind seine gewohnten Verfahren nicht mehr zeitgemäß, sein bisher immer beachtliches Geschäftsvolumen bröckelt. Die Eigentümer treiben mehrere Change-Themen voran, bisher um den Bereichsleiter herum. In den Managementmeetings spottet dieser, beklagt sich, schimpft über Veränderungen und zeigt sich ansonsten völlig desinteressiert.
Auch positive Veränderungen werden ignoriert
Die Familieneigentümer bitten und drängen. Sie wollen mehr Kundenorientierung und den Einsatz moderner IT-Werkzeuge. Der Bereichsleiter lehnt Gesprächsangebote ab und kokettiert mit rechtlichen Schritten. Die Eigentümer sind ratlos.
Zicke-Zacke-Hühnerkacke
Der ERPel kennt keinen einzigen Fall, in dem sich zickiges Verhalten ausgezahlt hätte. Selbst wenn gekränkte Eitelkeit angesichts des befürchteten Bedeutungsverlusts im Spiel ist, sollte selbst jemand mit so langer Betriebszugehörigkeit aufgeschlossener für Veränderungen sein. Spannend wird es, wie lange sich die Eigentümer diese männliche Zicke noch antun werden – die Entscheidungswege sind kurz und jedem Neuanfang wohnt ein Zauber inne – nur nicht für den Zickerich!
Lesen Sie auch diese Kolumne von Dr. ERPel