ERP-Einführung

ALPHAPLAN ist ERP-System des Jahres 2021 in der Kategorie Multichannel-Handel

Interview mit Robert Lüers zum Wettbewerb
20.12.2021
Lesedauer:  7 Minuten
© Adobe Stock / newrossosh
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Es ist kaum möglich, in „Corona-Zeiten“ ebendieses Thema zu vermeiden. Der Bezug ist hier aber ein eher technischer, denn die IT-Branche und der Handel wurden und werden in dieser Pandemie ganz besonders gefordert. Das übergeordnete Thema ist Digitalisierung, und die bekam durch die Corona-Krise einen kräftigen Schub. Die IT stellt Tools und Infrastruktur zur Verfügung, der Handel nutzt beides – Stichworte: E-Commerce, Online- und eben Multichannel-Handel. Damit ist auch eine der Kategorien genannt, die beim 2021er Wettbewerb ausgeschrieben wurden. Anders gesagt: die Königsdisziplin in dieser Corona-Zeit. In genau dieser Kategorie trat ALPHAPLAN an, schaffte es ins Finale – und gewann. Hauptakteure dabei: Chris Züllighoven als Vertreter des beteiligten Kunden und Robert Lüers, Vertriebsleiter und Prokurist des ALPHAPLAN-Herstellers CVS Ingenieurgesellschaft mbH. In einem Video auf dem ALPHAPLAN-YouTube-Kanal schildert er die wesentlichen Inhalte seiner Finalpräsentation [1].

Herweck Datenintegration Infografik
Datenintegration bei der Herweck AG

Ein erneuter Titelgewinn für ALPHAPLAN – war es schwer?

sieger2021 cvs 1

Zum ersten Teil der Frage: Ja, und das freut nicht nur uns, sondern auch unseren Kunden Herweck AG, um dessen ALPHAPLAN-Anwendung es bei diesem Wettbewerb ging und der uns sehr tatkräftig unterstützt hat. Zum zweiten Teil: Ja, es war schwer, weil wir es uns mit der Bewerbung nicht leicht machen. Und wir hatten es mit starken Wettbewerbern zu tun.

Kurz ein paar Worte zu unserem Partner:
Die Herweck AG aus Sankt Ingbert beschäftigt knapp 300 Mitarbeiter in drei Gesellschaften, von denen 230 ALPHAPLAN nutzen. 2020 betrug der Umsatz der Firmengruppe rund 440 Mio. Euro. Die Entwicklung des Unternehmens in fast 25 Jahren kann man auf die knappe Formel bringen: Vom reinen Großhändler zu einem der größten und erfolgreichsten Multichannel-Händler. Der leitende Mitarbeiter für Prozessmanagement, Chris Züllighoven, hat mich in der Endrunde tatkräftig unterstützt und konnte Fragen der Jury zum alltäglichen ALPHAPLAN-Einsatz aus erster Hand beantworten. Die Anwendung selbst haben wir bereits in einer Success-Story beschrieben [2].

Wie setzte sich die Jury zusammen?

Es war wie in jedem Jahr eine Mischung aus hochkarätigen Fachleuten. Aktuell vier Professoren als Hochschulvertreter, zwei Vertreter der Fachpresse und vier Berater. Alle natürlich einschlägig unterwegs. Informationen zu den Juroren sind auf der Homepage der Veranstalter zu finden. Dort ist auch das Verfahren des gesamten Wettbewerbs beschrieben.

Nach welchen Kriterien waren die Wettbewerbsprojekte zu beschreiben, und welche davon wurden im Finale präsentiert?

Von den sieben Kriterien Einführungsmethodik, Forschung und Entwicklung, Kundennutzen, Brancheneignung, Kundenkommunikation, Ergonomie, Technologie und Integrationsumfang haben wir die letzten drei präsentiert. Bei der Ergonomie haben wir unser User-Cockpit und das ALPHAPLAN-Dashboard vorgestellt. Dieses kann für die unterschiedlichen Unternehmensbereiche angepasst werden. Einzelne Elemente, wie etwa die Key Performance Indikatoren (KPI), Umsätze nach PLZ-Bereichen und vieles mehr, können bedarfsgerecht ausgewählt und ins Dashboard übernommen werden. Das zentrale Element unseres Bedienerkonzepts ist unser leistungsfähiges Suchsystem. Denn was nützen gespeicherte Informationen, wenn sie nicht oder nur sehr umständlich gefunden werden können? Dazu haben wir die globale Volltextsuche, die vergleichende Suche und den Suchassistenten mit Auto-Vervollständigung während der Eingabe des Suchbegriffs vorgeführt.

Betrachten wir das nächste Kriterium: Technologie und Integrationsumfang. Was wurde da gezeigt?

In Kurzform dazu. Zentrales ALPHAPLAN bei Herweck mit 180 Usern und Datenaustausch mit der Mandantenlösung beim Tochterunternehmen Implement-IT mit 55 Usern. Dort sind sechs Premium Apple Reseller Shops mit jeweils einem eigenen ALPHAPLAN angebunden. Drei unterschiedliche Webshop-Systeme wurden integriert: B2C, B2B, Fremdshops. Weiterhin das Easy-Dokumentenmanagementsystem, das ALPHAPLAN-Rechnungswesen, Marktplätze wie Amazon und Mercateo, ein Lagerverwaltungssystem (LVS), das Herweck in Eigenregie angebunden hat, die EDI-Lösung für Einkauf und Verkauf und IT scope, ein PIM-System für die Ergänzung der ERP-Daten mit Produktinformationen. Die Zusammenhänge lassen sich am besten graphisch darstellen, siehe Abbildung „Datenintegration bei der Herweck AG“.

Ich gehe dann gleich mal zum dritten Kriterium über: Vertriebsmarketing und Kundenkommunikation. Hier war natürlich die Corona-Krise ein Treiber – zwar unwillkommen, aber auch herausfordernd.
Und Herausforderungen stellen wir uns natürlich mit einigem Ehrgeiz. So haben wir insbesondere die digitalen Bereiche in Marketing und Vertrieb weiterentwickelt, die persönliche Begegnungen möglichst verlustarm ersetzen konnten. Das waren vor allem Online-Events – mittlerweile drei an der Zahl –, die sich auch auf unserem YouTube-Kanal wiederfinden. Weiterhin wurde ein Chat auf unserer Homepage eingerichtet, der auch gut angenommen wird, unser Blog wurde weiterentwickelt, Infos wurden über unsere Social-Media-Kanäle gepostet und dergleichen mehr. Das alles hat sehr gut funktioniert und die Kommunikation mit unseren Kunden beziehungsweise zum Markt deutlich verbessert.

Bei der Bekanntgabe der Gewinner wird meist erwähnt, was besonders herausragend war. Was war es bei ALPHAPLAN?

Gelobt wurde die „hervorragende Ergonomie“ und die „sehr gute Anpassung der Kundenkommunikation während Corona“. Wir konnten der Jury offensichtlich den Alltagsnutzen unseres Bedienerkonzepts vermitteln, und zwar zusammen mit Herrn Züllighoven. Zum Bedienerkonzept gehört auch die ausgeprägte Anpassungsfähigkeit ALPHAPLANs an die sich entwickelnden Bedarfe unserer Kunden.
Wenn eine ERP-Lösung über zwei Jahrzehnte mit dem Unternehmen wächst, sagt das schon einiges aus – über Qualität und Reifegrad der Software wie auch über die verschiedenen Teams hinter der Software: Consulting, Anwendersupport, Schnittstellenentwicklung und alle anderen Dienstleister in unserem Haus. Und – in aller Bescheidenheit – auch über die After-Sales-Betreuung durch den Vertrieb.

Eine Frage, die sich bestimmt manche stellen: Wenn man so oft den Wettbewerb gewinnt, inflationiert da nicht etwas, wird zu einer jährlichen Routine und verliert an Wert?

Zweimal ein klares Nein! Niemand fragt bei Bayern München danach, ob deren Meisterschafts-Abo entwertend wirkt. Und warum nicht? Weil jeder an jedem Spieltag verfolgen kann, wie an dem jeweiligen Titel gearbeitet und er nach und nach erkämpft wird. Und es kann immer wieder Überraschungen geben! Bei uns ist es, abgesehen von der fehlenden öffentlichen Bühne, nicht viel anders. Die Wettbewerbsprojekte stammen „aus dem richtigen Leben“. Zu deren Start haben wir nicht diesen Wettbewerb vor Augen, sondern den Nutzen für den Kunden. Erst wenn der sich eingestellt hat, kann über diesen Titelkampf nachgedacht werden. Dann kommt die Einladung zur Wettbewerbsteilnahme, und wir schauen nach geeigneten Projekten für die jeweils zu uns passende Kategorie. Anschließend wird die Bewerbungsunterlage erstellt, das machen seit Jahren unser Marketingleiter und ich zusammen. Dabei schenken wir uns nichts, sondern investieren sehr viel Zeit, auch aufs einzelne Detail. Auch der Kunde wird ins Boot geholt. Abstimmungen, Berechnungen und sehr viel „Kleinkram“ folgen, bis wir die Qualität der Unterlage für hoch genug ansehen und sie schließlich einreichen. Denn die Jury ist auch hier sehr genau – sie möchte keine Verkaufsunterlagen, sondern ein konkretes Projekt dokumentiert haben.

Und dann kommt – hoffentlich – das Finale.

So war es bisher immer. Bei drei Kriterien geht dann alles – fast – von vorne los. Deren richtige Auswahl, die Auswahl der wichtigsten Informationen, mit denen die Jury zu überzeugen ist, eine einigermaßen ansprechende Präsentation und das Hineinpressen in das wirklich enge Zeitraster von insgesamt 15 Minuten. Der Vorabend im Hotel wird dann schon mal sehr lang. Nochmal zur Frage der Entwertung: Trotz einiger Routine über all die Jahre bleiben die Anstrengungen immer auf einem sehr hohen Niveau. Wir sind zwar immer sicher, etwas Gutes abzuliefern, doch das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten, und das kann uns jedes Jahr wieder begegnen und uns zum zweiten oder dritten Sieger machen. Gut, diese Abstufung gibt es ja offiziell nicht. Zum Schluss noch eine interessante Info des Juryvorsitzenden: Mit 830 Punkten konnten wir das zweithöchste Ergebnis über alle Kategorien hinweg erzielen – von insgesamt 19 Finalisten. Das freut uns natürlich noch einmal zusätzlich.

[1] Robert Lüers zum Titelgewinn (Video)

qr code video lueers
[2] Success Story:
ALPHAPLAN bei der Herweck AG

qr code success story herweck
[3] alphaplan.de

qr code alphaplan

Kontakt:

cvs

Robert Lüers (Vertriebsleiter)
CVS Ingenieurgesellschaft mbH
Otto-Lilienthal-Straße 10
28199 Bremen
Tel.: +49 421 35017-0
E-Mail: vertrieb@cvs.de
Web: www.cvs.de

ALPHAPLAN cvs 0

Büro Süddeutschland:
An der Karlsburg 2
82319 Starnberg
Tel.: +49 421 35017-640
E-Mail: vertrieb@cvs21.de
Web: alphaplan.de

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