ERP-Betrieb

Belastungsprobe für Unternehmen und ERP-Systeme

Wird die Corona-Pandemie die Digitalisierung vorantreiben?
Lesedauer:  4 Minuten
© Pixabay / MintBlack4u
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Unternehmen in Deutschland und rund um den Globus stehen in Zeiten der Corona-Pandemie vor unerwarteten Herausforderungen. Nicht nur, dass der Geschäftsbetrieb durch neue Gesetze zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus teilweise stark eingeschränkt oder ganz eingestellt wird. Viele Unternehmen müssen derzeit einzelne Mitarbeiter oder ganze Belegschaften in ihr Homeoffice verlagern. Wer es in der Vergangenheit versäumt hat, in moderne ERP-Systeme und Technologien zu investieren, kämpft derzeit mit massiven Problemen bei der Aufrechterhaltung des Verwaltungsbetriebs. In Zeiten wie diesen merken Geschäftsführer und IT-Verantwortliche, ob ihre Entscheidungen in Bezug auf IT-Systeme und IT-Struktur im Hinblick auf die ortsunabhängige Steuerung von Geschäftsprozessen und digitale Kooperationskonzepte klug waren.

Unternehmen vor Belastungsprobe

Die ergriffenen restriktiven Maßnahmen und Verordnungen der Bundesregierung zum “Social Distancing“ und die angeordnete Teil- oder Komplettschließung von Betrieben hat einen großen wirtschaftlichen, aber auch technologischen Impakt auf Unternehmen in Deutschland. Tausende Arbeitnehmer sind bundesweit erkrankt in Krankenhäusern oder häuslicher Quarantäne. Eine aktuell unbekannte Zahl an Arbeitnehmern sind begründete Verdachtsfälle und ebenfalls isoliert. Unzählige Betriebe haben als Sicherheitsmaßnahme ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Einzelhändler, Restaurants und öffentliche Einrichtungen mussten vollständig geschlossen werden. Wie gehen Unternehmen mit den neuen Rahmenbedingungen um und wie gut unterstützen Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP-Systeme) Firmen, deren Mitarbeiter vielerorts nun aus unterschiedlichen Gründen dezentral aus dem Homeoffice bzw. außerhalb der Betriebsstätte arbeiten müssen? Können Aufträge erfasst werden? Funktionieren die Warendisposition und das Bestellwesen? Wie werden die Abläufe in der Finanzbuchhaltung aus dem Homeoffice heraus gehandhabt? 

Zahlreiche Studien haben bereits belegt, dass deutsche Unternehmen hinsichtlich der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken. Der intensive Austausch mit Geschäftspartnern und Kunden, die sich bereits für das Thema ERP-Ablösung in der Vergangenheit interessiert haben, zeigt ein ernüchterndes Bild. Technologische Defizite treten jetzt besonders zu Tage. Veraltete Warenwirtschafts- und ERP-Systeme führen aktuell häufig zu großen technischen Problemen. 

Defizite von ERP-Systemen offengelegt

In besonderen Zeiten wie diesen steht und fällt der Erfolg eines Unternehmens nicht nur mit der Aufrechterhaltung einer “normalen“ schärft der Mainzer ERP-Anbieter Auftragslage. Auch wenn Kundenbestellungen oder Kundenbedarfe im Zuge der aktuellen Krise zunächst nicht gänzlich, sondern nur teilweise wegbrechen, müssen diese Vertriebsaufträge und Bestellungen in vielen Betrieben dennoch größtenteils außerhalb der eigenen Betriebsstätte bearbeitet werden können. Unternehmen, die in der jüngeren Vergangenheit eine Modernisierung ihres betrieblichen IT-Systems erwogen haben, da es nicht mehr den aktuellen prozessualen und technologischen Anforderungen entspricht, haben gerade massive Probleme den administrativen Betrieb (z. B. Vertrieb, Disposition und Beschaffung, Logistik und Finanzbuchhaltung) aufrechtzuerhalten. Unternehmen mit jahrelang aufgeschobenen Investitionsentscheidungen in die Hauptsysteme verzeichnen z. B. große Schwierigkeiten hinsichtlich mobiler Arbeitsplatzkonzepte. Das reibungslose dezen-trale Arbeiten ist vielerorts aufgrund veralteter ERP- und IT-Infrastrukturen nicht zufriedenstellend möglich. Dies hat zur Folge, dass Umstände höherer Gewalt sich in verschiedener Hinsicht unmittelbar auf das Tagesgeschäft auswirken (ein gemeldeter Corona-Fall verhindert z. B. die Weiterführung des Geschäftes in den Räumlichkeiten). 

Krisensicher mit modernen ERP-Systemen 

Unternehmen, die in der aktuellen Situation feststellen, dass ihr vorhandenes ERP-System den aktuellen Anforderungen nicht mehr oder unzureichend gerecht wird, sollten spätestens jetzt aktiv werden. Handlungsbedürftige Unternehmen sollten nicht erstarren und stillstehen. Mobile Applikationen zur Steuerung des Unternehmens sind aktuell genauso von Bedeutung, wie alternative Geschäftsmodelle sowie Überlegungen in Hinblick auf ein krisensicheres Produktsortiment. Des Weiteren sollten Unternehmen, die mit technischen Problemen im ERP-Umfeld kämpfen, verstärkt den Fokus auf die strategische Ausrichtung ihrer mittelfristigen IT-Landschaft richten, um somit das Arbeiten und die damit verbundene Prozessstabilität von überall aus zu gewährleisten.

Corona treibt die Digitalisierung voran 

Die Corona-Krise wird viele Unternehmen zu einer Beschleunigung der Prozessdigitalisierung zwingen. Unternehmen, die zuvor avers in Bezug auf Cloud-Themen eingestellt waren, spüren gerade erstmalig den enormen Nutzen und die Möglichkeiten von cloudbasierten Kommunikationslösungen zur normalen Fortführung des Tagesgeschäftes, wie z. B. der einfachen Durchführung von Konferenzen per Video oder der mobilen Bedienung von einzelnen ERP-Modulen.

Auch wenn wir die Ausbreitung des Coronavirus und andere einhergehende Entwicklungen durch höhere Gewalt kontrollieren können, so können Betriebe kurz- und mittelfristige Maßnahmen ergreifen, um so gut wie möglich darauf reagieren zu können. In dieser Sondersituation, in der sich aktuell die Gesellschaft befindet, sind erprobte, digitale, branchenspezifische Kommunikations- und Geschäftsprozesse mit modernen ERP-Systemen und Technologien erforderlich, um die Umsetzung moderner, mobiler Arbeitsplatzkonzepte sowie die hohe Performance, Support- und Dienstleistungsqualität zu gewährleisten.

ERP ist essenziell in Zeiten wie diesen

Die Einführung eines neuen, modernen ERP-Systems und der Aufbau einer sicheren und performanten IT-Struktur ist mit Sicherheit nicht das Allheilmittel, um durch Krisen wie diese ohne signifikanten wirtschaftlichen Schaden zu kommen. Die technologischen Säulen, die ein Unternehmen aufbaut, sind jedoch essenziell, um eine mobile und damit dezentrale, effiziente und performante Steuerung von betrieblichen Prozessen zu ermöglichen. Während aktuell in vielen Unternehmen Kostensenkungen stark im Vordergrund stehen, um die Liquidität aufrechtzuerhalten, sollten diese jedoch auch lange aufgeschobene Investitionen in die IT-Strukturen angehen, um sich für die Zukunft robust und solide aufzustellen. Ein qualitativ hochwertiges IT-System und eine moderne, leistungsfähige IT-Infrastruktur sind in heutigen Zeiten wichtiger denn je. 


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