Vom Produkt zum Projekt
Keller Lufttechnik entwickelt Absauglösungen für saubere Luft in der Industrie, von der Planung über Engineering und Fertigung bis zur Inbetriebnahme. Seit Ende der 1990er-Jahre setzt das Unternehmen auf das ERP-System PSIpenta. Mit der Migration auf die neueste Version stellte sich die Frage, wie sich diese bewährte ERP-Basis noch stärker für die tägliche Projektarbeit nutzen lässt. Die wesentlichen Zielen bestanden darin, die etablierte Produktsicht um eine durchgängige Projektsicht zu ergänzen, Eigenentwicklungen abzulösen und die gesamte Wertschöpfungskette sichtbar zu machen. Statt nur das „Was“ eines Auftrags abzubilden, sollte künftig auch das „Wie“ klar strukturiert und auswertbar sein – vom ersten Angebot bis zum Gewährleistungsende.
Projektstrukturen als roter Faden
Kern des Projekts war die Einführung des Moduls PSIpenta/Projektstrukturen. Auf Basis einer Standardstruktur bildet Keller Lufttechnik Projekte in Ebenen ab. Oben stehen Meilensteine wie Freigaben, Liefertermine, Inbetriebnahmen und Zahlungseingänge, darunter sind die operativen Tätigkeiten angesiedelt. Typisch für ein Projekt sind:
- klar definierte Meilensteine mit eindeutigen Verantwortlichkeiten,
- logisch verknüpfte Tätigkeiten, Zeitbudgets und Fertigungsaufträge,
- aussagekräftige Auswertungen für Kostenrechnung, Nachkalkulation und Controlling.
Ein Shopfloor-Tool eines PSI-Partners visualisiert den Status und macht Abweichungen früh sichtbar. Bestehende PGL-Strukturen im Auftragsmanagement bleiben erhalten und werden über eine Middleware mit den neuen Projektstrukturen verbunden – ohne Bruch in den Abläufen.

Ein neues Verständnis für den Gesamtprozess
Der Effekt zeigt sich im täglichen Miteinander. In den Workshops zur Einführung der Projektstrukturen entstand ein neues Verständnis für Schlüsselstellen und Schnittstellen im Gesamtprozess. Vertrieb, Engineering, Fertigung, Montage und Service blicken nun auf denselben Projektverlauf, sprechen über dieselben Meilensteine und sehen, wie sich Entscheidungen auf Termine, Qualität und Rendite auswirken. Optimierungsarbeit findet nicht mehr nur in einzelnen Abteilungen statt, sondern dort, wo sie den größten Beitrag zur Wertschöpfung leistet.
ERP als Basis neu gedachter Wertschöpfung
Für Keller Lufttechnik war die Migration kein reines Technikprojekt, sondern ein Hebel, um Wertschöpfung anders zu organisieren. Die Kombination aus Produkt- und Projektsicht schafft eine gemeinsame Datengrundlage und macht Prozesse deutlich besser nachvollziehbar. Entscheidungen lassen sich heute transparenter treffen, Erfolge genauer bewerten und Verbesserungen gezielter umsetzen. So wird das ERP-System zum Werkzeug, mit dem Keller Lufttechnik seine Projekte und Leistungen für Kunden noch konsequenter an den Kundenbedürfnissen ausrichtet.
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